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Gymnasium unterstützt trauernde Kinder

Seelze Gymnasium unterstützt trauernde Kinder

5500 Euro haben die Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums bei ihrem Winterfest verdient. Mit dem Erlös unterstützen sie jedes Jahr gemeinnützige Projekte in der Region. 2500 Euro gehen in diesem Jahr an das Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche "Löwenzahn" aus Hannover.

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Petra Brenner informiert die Schulsprecher Alessia Ispan (15, links), Levin Brinkmann (16) und Saskia Systermans (16) sowie Schulleiter Andreas Schmidt (vierter von links) und Karl-Heinz Siegmund, Vorsitzender des Schulelternrats, über die Angebote von "Löwenzahn".

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Dichtes Gedränge herrschte im Dezember beim Winterfest des Gymnasiums: Die Schüler boten ihren Eltern, Geschwistern und anderen Gästen unter anderem frisch gebackene Waffeln und Pizzen an, verkauften selbst gemachten Christbaumschmuck und brachten Musik und Schauspiel auf die Bühne. Das Fest hatten die Schüler mithilfe der Lehrer Karl-Heinz Hilbert und Jan Lücke organisiert, um sich für andere Kinder und Jugendliche einzusetzen.

Mit "Löwenzahn" wird in diesem Jahr ein Projekt unterstützt, dass jungen Menschen im Alter von vier bis 21 Jahren dabei hilft, den Verlust eines nahestehenden Menschen zu verarbeiten. Die Mitarbeiter des Zentrums bieten unter anderem Trauergruppen und Einzelbegleitungen an. "Wir merken, dass den Kindern oft die Worte fehlen", erzählte Petra Brenner von "Löwenzahn" bei ihrem Besuch im Gymnasium am Donnerstag. Die Spenden werden deshalb für kreative Workshops eingesetzt: Beim Action-Painting sollen die Teilnehmer unter anderem die Möglichkeit bekommen, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Ein Ausflug in den Hochseilgarten soll zudem dazu beitragen, das Selbstbewusstsein der Trauernden zu stärken.

Brenner dankte den Schülern für ihren Einsatz und brachte einige Broschüren zu ihrer Arbeit mit. Schulleiter Andreas Schmidt verteilt die Informationen an die Lehrer und informiert bei der nächsten Gesamtkonferenz über "Löwenzahn". "Es ist ein schönes Symbol, dass das Geld aus einer Schule kommt", betonte Brenner. Denn die Mitarbeiter von "Löwenzahn" besuchen auch Schulen und Kindergärten, um über das Angebot zu informieren und bei Bedarf mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. 

Den Kontakt zwischen der Schule und "Löwenzahn" stellte der Verein "Mehr Aktion!" her, den Schmidt nach einer geeigneten Einrichtung für die gesammelten Spenden gefragt hatte. Neben Löwenzahn profitieren auch Kinder in Kenia von dem Einsatz der Gymnasiasten beim Winterfest: 1300 Euro gehen an ein Waisenhaus, das seit vielen Jahren von der Schule gefördert wird. Der Rest des Geldes bleibt im Sozialfonds der Schule, der unter anderem benachteiligten Schülern die Teilnahme an Exkursionen ermöglicht.

Von Rebecca Hürter

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