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Gewerbe setzt aufs Internet

Seelze Gewerbe setzt aufs Internet

Die Gemeinschaft für Handel und Gewerbe in Seelze (HGS) will den lokalen Handel mit neuen Online-Angeboten verknüpfen – das kündigte der Vorsitzender Thomas Meyer beim Neujahrsempfang mit 100 Gästen an.

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Bürgermeister Detlef Schallhorn war einer der Redner beim Neujahrsempfang der HGS.

Quelle: Lütjens

Seelze. Knappe Kassen der Kommunen, Leerstände von Läden und der Online-Handel stellen die Geschäftswelt vor wachsende Herausforderungen. Um diese zu meistern, seien weitere Anstrengungen nötig, erklärte Thomas Meyer, Vorsitzender der Gemeinschaft für Handel und Gewerbe in Seelze (HGS), auf dem Neujahrsempfang des Verbundes. Zu den künftigen Herausforderungen für die HGS und die Stadt Seelze zählte Meyer auch die Flüchtlingsfrage.

„Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und HGS sind stets im Gespräch, um langfristig zukunftsträchtige Lösungen zu finden“, sagte er vor rund 100 Gästen im Foyer der Hannoverschen Volksbank. Steuererhöhungen bezeichnete Meyer als „kontraproduktiv“ bei der Ansiedlung von Gewerbe.

Als eine Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen, sieht der HGS-Vorsitzende die Verknüpfung von lokalem Einzelhandel und Onlinegeschäft mit Bestell- und Lieferservice. Ein entsprechendes Portal könne auf der Homepage der HGS installiert werden, betonte er. Dort sollten auch die Aktivitäten der Gemeinschaft aktueller und deutlicher dargestellt werden. Ideen gibt es bereits, zum Beispiel sollen Vereine stärker eingebunden werden. Möglich sei das etwa beim Obentrautmarkt. Und die HGS denkt schon weiter: Für Aktionen in der nächsten Adventszeit sollen Termine und Programm frühzeitig über das Portal gesammelt, abgestimmt und veröffentlicht werden.

Bürgermeister Detlef Schallhorn betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit von Kommune und Gewerbe: Aufgabe der Verwaltung sei es, für eine gute Infrastruktur zu sorgen, damit die Stadt für Neubürger und die Wirtschaft attraktiv bleibe. Wichtige Stichworte seien die weitere Ausweisung von Bauland und die Schullandschaft. „Wenn der Haushaltsausgleich mithilfe der Landesförderung irgendwann gelingt, kann die Stadt auch wieder investieren“, kündigte Schallhorn an. Das sei Aufgabe der neuen Räte nach der Kommunalwahl. Diese werden sich auch weiterhin mit der Flüchtlingsfrage beschäftigen müssen. Bis Ende des Jahres werde die Stadt rund 1000 Flüchtlinge aufgenommen haben, schätzte Schallhorn. Stellvertretend für viele Helfer bedankte er sich bei Seelzes Ortsbrandmeister Alfred Blume.

Von Anke Lütjens

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