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Große Brückeninspektion am Kanal beginnt

Seelze Große Brückeninspektion am Kanal beginnt

Die Vorbereitungen für die Inspektion der Leine- und Flutbrücke am Mittellandkanal haben begonnen. Dafür soll die Wasserstraße stellenweise trockengelegt werden. Bis das Wasser zwischen der Leinebrücke und der Flutbrücke abgelassen worden ist, wird es noch ein paar Tage dauern. Zu Beginn der Woche sind die ersten vorbereitenden Maßnahmen ergriffen worden. 

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Rechts an der zweiten Fahrt werden die Brücken inspiziert, links soll der Verkehr über die erste Fahrt ausweichen.

Quelle: Nils Oehlschläger

Seelze. In den kommenden Tagen wollen Leiter Thorsten Wenig und seine Mitarbeiter von der Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) in Lohnde die schweren Metalltafeln ins Wasser lassen, um damit den Bereich zur Trockenlegung einzugrenzen. Ist das geschafft, wird das Wasser aus dem abgesperrten Kanalstück in die Leine geleitet. Dieser Vorgang allein kann mehrere Tage dauern. Erst dann können die Bauwerke am Mittellandkanal bei Seelze kritisch begutachtet werden.

„Wir haben außerdem Schifffahrtszeichen gesetzt“, sagt Wenig. Die Kontrolle der Brücken am Mittellandkanal habe für den Verkehr auf der Wasserstraße spürbare Auswirkungen. „Statt einer Abladetiefe von höchstens 2,80 Metern gilt für die Schiffe nun eine maximale Abladetiefe von 2,40 Metern“, erklärt er. Das liegt daran, dass die Schiffe nun über die sogenannte erste Fahrt geleitet werden. Dieser etwas flachere Abschnitt des Mittellandkanals verläuft parallel zum gewohnten Weg der Schiffe, die üblicherweise über die neuere und tiefere zweite Fahrt geleitet werden. Die Besatzung der Schiffe muss auf ein Stück ihrer gewohnten Ladung verzichten, um nicht auf Grund zu stoßen.

Doch nicht nur für die Schiffe, auch für Fahrradfahrer und Fußgänger bringt die Inspektion Einschränkungen mit sich. Während die Wege an der Südseite des betroffenen Abschnitts weiterhin zugänglich sind, wurden die nördlich des Kanals abgesperrt. Dort müssen Passanten in den kommenden Wochen den Weg am Dammfuß nutzen.

Ist das Wasser aus dem abgetrennten Bereich schließlich entfernt, kommen mobile Deiche zum Einsatz. Diese werden mit Luft und etwas Wasser gefüllt, bevor sie ebenfalls im Kanal platziert werden. Durch ihren Einsatz kann das Restwasser, das sich noch im Bereich der Brücken befindet, in das trockengelegte Innenstück zwischen den Wasserüberwegen gepumpt werden, um den Inspektoren einen vollständigen Blick auf die Brücken zu ermöglichen.

Die Experten untersuchen die Bauwerke auf Verschleißerscheinungen und mögliche Schäden. Gravierende Mängel sind laut Wenig jedoch relativ unwahrscheinlich, da die Brücken aus dem Baujahr 1999 noch relativ jung seien. Insgesamt dauern die Maßnahmen etwa drei Wochen, bevor das trockengelegte Teilstück inklusive Leine- und Flutbrücke planmäßig am 10. November wieder geflutet werden kann. Dann ist erst einmal Ruhe: Die Brücken werden im Abstand von sechs Jahren kontrolliert. So lange haben Schiffe und Fahrradfahrer freie Fahrt.

Von Nils Oehlschläger

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