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Grüne: Schulbezirk ändern

Seelze Grüne: Schulbezirk ändern

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen will die Stadt Hannover möglichst an den Kosten für das Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) beteiligen und deshalb den Schulbezirk ändern. Nach Einschätzung der Verwaltung bringt dies aber keine finanzielle Entlastung.

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Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen will die Stadt Hannover möglichst an den Kosten für das Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) beteiligen.

Quelle: Sarah Sauerbier

Seelze. Den Grünen schwebt vor, den Schulbezirk für den südlichen Bereich Seelzes zu ändern. Künftig sollen Schüler aus Döteberg, Harenberg, Velber, Letter-Süd, Almhorst, Kirchwehren und Lathwehren wahlweise das GBG oder ein Gymnasium in der Landeshauptstadt besuchen können. „Schüler aus Ahlem sollen vom Besuch des GBG ausgeschlossen werden“, sagt Grünen-Bildungsexperte Frank Joosten zu dem Antrag, der noch von den politischen Gremien beraten werden muss. Die aktuell mehr als 100 das GBG besuchenden Schüler aus Ahlem sollen aber ausdrücklich weiter dort zur Schule gehen können.

In den vergangenen Jahren haben viele hannoversche Schüler, vor allem aus Ahlem, das Gymnasium in Letter besucht. Die Stadt Seelze habe dafür kein Schulgeld erhalten. Umgekehrt hatte die Obentrautstadt aber für den Besuch von Seelzer Kindern, etwa an Integrierten Gesamtschulen in Hannover, zahlen müssen.

„Wir haben gefragt, ob wir nicht auch Schulgeld von Hannover bekommen können“, sagte Joosten. Dies habe die Stadtverwaltung stets mit dem Hinweis verneint, dass es eine vertragliche Vereinbarung gebe. Danach habe sich die Stadt Hannover an den Baukosten für das GBG beteiligt, und dürfe deshalb ihre Schüler nach Letter schicken. Tatsächlich gebe es aber einen solchen Vertrag nicht, sagte Joosten. Denn die Schule sei von dem alten Landkreis gebaut worden. Die Grünen wollen deshalb den Schulbezirk ändern. Joosten verweist darauf, dass die Stadt wegen der hohen Schülerzahl am GBG weiter investieren müsse. Derzeit sei wegen des Raummangels ein Container aufgestellt worden, ein Anbau ist geplant.

„Grundsätzlich ist es immer so, dass Schulgeld nur bei Schulformen anfällt, die ein Schulträger selbst nicht vorhält“, sagt dagegen Stadtsprecherin Martina Krapp. Da das GBG zu den allgemeinbildenden Schulen zähle, also keine Schule mit einem besonderen Lernzweig ist, muss die Stadt Hannover für Schüler aus Hannover kein Schulgeld entrichten. Als Beispiel nennt Krapp das Kaiser-Wilhelm-Rats-Gymnasium in Hannover mit seinem altsprachlichen Zweig: Sollten Schüler aus Seelze dort beschult werden, müsste die Stadt Seelze Schulgeld für diese Schüler zahlen.

Von Thomas Tschörner

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