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Wie kann Seelzer Radlern geholfen werden?

Seelze Wie kann Seelzer Radlern geholfen werden?

Wo darf ich eigentlich mit dem Rad fahren? Und wer ist für die Wege zuständig? Beim Grünen Frühstück wurden viele Unsicherheiten und Probleme der Seelzer zusammengetragen: Fehlende Beschilderungen und schlechte Wege erschweren das Radfahren im Stadtgebiet.

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Oliver Thiele (Mitte) und Nicole van der Made werden von den Seelzer Grünen Stefan Heinzmann (von links), Ralf Marter und Knut Werner zum Frühstück eingeladen.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Als Evelyn Werner sich vor dem Grünen Frühstück über Radwege im Stadtgebiet informieren wollte, musste die Pressesprecherin der Grünen feststellen: "Es gibt keinen Radwegeplan für Seelze". Werner brachte bei dem Treffen einige Anfragen von Bürgern in die Diskussion ein: Beispielsweise wurde über die Schwierigkeit diskutiert, mit dem Fahrrad nach Hannover zu fahren. Die Wege am Kanal seien schwer zu befahren und der Weg an der Bahnlinie müsse dringend ausgebaut werden.

Viel Gefahrenpotenzial wurde auch für den Weg von Seelze nach Letter an der Hannoverschen Straße zusammengetragen: Die Markierungen seien kaum zu erkennen, Beschilderungen würden an vielen Stellen fehlen und insbesondere bei den Einfahrten zu den Supermärkten seien die Radfahrer gefährdet. Häufig würden Radler zudem wegen der Unsicherheiten die Bürgersteige nutzen und damit die Fußgänger beeinträchtigen.

Oliver Thiele war beim Grünen Frühstück dabei: Auf seinem Blog hannovercyclechic.wordpress.com setzt er sich für eine bessere Fahrradinfrastruktur in Hannover ein. Thiele diskutierte mit den etwa 20 Besuchern über Möglichkeiten, das Radfahren in einer Stadt zu erleichtern. Unter anderem wurde das Projekt Shared Space angesprochen, bei dem sich Fußgänger, Rad- und Autofahrer den Verkehrsraum teilen.

Nicole van der Made, Ratsmitglied der Grünen in Gehrden, lud die Seelzer ein: In Teilen von Gehrden soll ein Shared Space integriert werden. Vor Ort könnten sich die Seelzer dann einen Eindruck von dem Projekt machen. Auch in Seelze gab es schon Bemühungen, in ausgewählten Zonen einen geteilten Verkehrsraum einzurichten. Zwei Anträge der Grünen wurden nach Angaben von Ralf Marter abgelehnt.

Werner kritisierte, dass niemand aus der Stadtverwaltung ihrer Einladung gefolgt ist. "Das Grüne Frühstück ist keine Wahlveranstaltung, es geht um ein Thema, das uns alle angeht", betonte sie. Nach der Veranstaltung wollen die Grünen ein Bewusstsein für die Probleme der Seelzer Radler schaffen: Bei einem weiteren Treffen mit interessierten Bürgern soll Klaus Geschwinder aus dem Fachbereich Verkehr der Region Hannover zu Wort kommen. Anschließend sollen auch mit der Stadtverwaltung, dem Wasser- und Schifffahrtsamt, der Deutschen Bahn und der Polizei Gespräche über mögliche gemeinsame Lösungen geführt werden.

Von Rebecca Hürter

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