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Grüne weisen Kritik von Balzer zurück

Seelze Grüne weisen Kritik von Balzer zurück

Die Grünen weisen die Kritik des Ersten Stadtrats Karsten Balzer als absurd zurück: Dieser hatte behauptet, die Fraktionen wollten nicht ernsthaft sparen, um die Stabilisierungshilfe von rund 22 Millionen Euro vom Land zu erhalten.

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Die Grünen-Ratsfraktion weist die Kritik von Karsten Balzer als absurd zurück.

Quelle: Symbolbild

Seelze. Der Brief des Kämmerers an die Ratsmitglieder ist nach Ansicht des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Knut Werner kontraproduktiv und würde bei den Politikern Frust erzeugen. Zudem sei es paradox, gerade den Grünen mangelnden Sparwillen vorzuwerfen.

„Bei den Haushaltsberatungen der vergangenen Jahre haben wir Kürzungsvorschläge in Höhe von mehreren Millionen Euro unterbreitet, sind aber so gut wie nie von der Verwaltung unterstützt worden, zum Beispiel bei den Bürgerhäusern“, erinnert sich Werner. Einige der jetzt von der Verwaltung vorgeschlagenen Einsparungen wie das Schließen des Bürgerbüros in Letter und der Verkauf des Rathauses in Letter seien schon seit Jahren von den Grünen vorgeschlagen, aber auch vom Bürgermeister abgelehnt worden.

Die jetzt vorgelegten Sparvorschläge der Verwaltung setzten sich zu drei Vierteln aus Steuererhöhungen zusammen. „Vielleicht weiß Herr Balzer nicht, dass sich die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen auf Vorschlag von mir zweimal getroffen haben, um die geforderte Summe von 3 Millionen Euro zu erreichen. Wir werden uns auch noch ein drittes Mal treffen, um die Stabilisierungshilfe zu erhalten“, sagt Werner. Den Ratsmitgliedern vorzuwerfen, sie würden sogar noch mehr Ausgaben planen, sei absurd.

Die Schließung des Qualle-Bad könne nicht übers Knie gebrochen werden. Der Rat brauche Zeit, um das Sanierungsgutachten zu lesen und die Entscheidung über den Förderantrag abzuwarten. Ein zweites Bad bräuchte Seelze wirklich nicht. Diese Entscheidung hätte man vor neun Jahren treffen müssen, als es um die neue Kristalltherme ging. Die Grünen hätten damals dagegen gestimmt.

Auch Stehr antwortet Balzer

Matthias Stehr, Leiter der Schwimmsparte der SG Letter 05, beantwortet die im Brief von Karsten Balzer aufgeworfene Frage, warum Seelze zwei Bäder benötige, ebenfalls in einem offenen Brief. Die Stadt habe zwei große Schulzentren und viele Grundschulen, deren Schüler auf eine Schwimmhalle angewiesen sind. Zudem gebe es zwei Schwimmvereine in der Stadt. Im Qualle-Bad gebe es Schwimmkurse, Kurse zur Gesundheitsvorsorge und zur Rehabilitation. Der Trägerverein des Bades halte die Betriebskosten gering. „Es muss neben der Wellnesstherme, deren Besucher den Autokennzeichen nach kaum aus Seelze, sondern aus anderen Städten kommen, eine Schwimmhalle für die Einwohner vor Ort geben“, schreibt Stehr. Wer einmal an einem Nachmittag den Badebetrieb in der Qualle erlebt habe, habe viel Freude und Spaß bei den Kindern und Familien gesehen.

Von Treeske Hönemann

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