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Flüchtlingsunterkunft wird kritisch gesehen

Seelze Flüchtlingsunterkunft wird kritisch gesehen

Im Ortsrat Gümmer haben sich Bürger überwiegend ablehnend zu einem geplanten Bauvorhaben an der Straße Zum Wiesengrund geäußert. Kritisiert wurde neben der Größe von zwölf Wohnungen auch der Plan, dort Flüchtlinge unterzubringen. Allerdings hat die Stadt die Baugenehmigung bereits erteilt.

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Die Mitarbeiter im Rathaus suchen weiter nach Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen.

Quelle: Thomas Tschörner

Gümmer. "Wir haben das zur Kenntnis nehmen müssen", sagte Ortsbürgermeister Christian Schomburg. Denn die Baugenehmigung sei bereits erteilt. Der Ortsrat habe aber an den Rat appelliert, noch einmal mit dem Investor zu verhandeln, etwa um eine Verklinkerung der beiden Mehrfamilienhäuser zu erreichen. Insgesamt hätte sich der Ortsrat eine frühere Einbindung in die Planungen gewünscht, sagte Schomburg. Auch die vorgesehene Belegung mit Flüchtlingen sei nicht bekannt gewesen. Die Stimmung in der Sitzung des Ortsrates sei aufgeheizt gewesen. Einige Einwohner hätten die Größe des Bauvorhabens abgelehnt. Andere seien auch gegen die Unterbringung von Flüchtlingen gewesen, berichtete Schomburg.

Ein privater Investor will von der HZ Investmentgesellschaft mbH zwei nebeneinander stehende Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs Wohnungen bauen lassen. Spätestens im März sollen die Gebäude bezugsfertig sein, wenn es gut laufe auch schon Ende des Jahres. Ein Sprecher der Gesellschaft betonte, dass es keinerlei Befreiungen oder Bevorteilungen gegeben habe. Alles entspräche den Vorgaben aus dem Bebauungsplan von 1968.

Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer betonte, dass die Stadt keine Möglichkeit habe, vom Bebauungsplan zugelassene Gebäude abzulehnen. "Das ist vielen Bürgern nicht verständlich." Die Gebäude bestünden neben einem Erd- und Obergeschoss auch aus einem Dachgeschoss mit Gauben. Dies wirke für einige im Ort vielleicht schwer verkraftbar, wenn dort vorher nur ein kleines Fachwerkhaus gestanden habe.  Kaemmerer stellte aber auch klar, dass die Stadt die Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen brauche. "Wir wollen keine Sporthallen belegen." In den zwölf Wohnungen könnten maximal 60 Menschen eine Unterkunft finden. Geplant sei, dort Familien unterzubringen. Realistisch sei, dass in den Räumen eher 40 bis 50 Flüchtlinge wohnen werden.

Von Thomas Tschörner

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