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Feuerwehr Gümmer hilft bei Übung schnell

Seelze Feuerwehr Gümmer hilft bei Übung schnell

Ein gemütlicher Fernsehnachmittag wird zum Fiasko: Das in die Jahre gekommene Gerät setzt die Wohnung in Brand, der Zuschauer kann gerade noch die Feuerwehr anrufen, bevor er zusammenbricht. Ein Fall für Gümmers Feuerwehr. Die ehrenamtlichen Helfer zeigen beim Tag der offenen Tür ihr Können und geben Tipps.

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Der Rettungstrupp hat am Boden liegenden Bewohner erreicht. Die Helfer ziehen ihm eine Rettungshaube über den Kopf, die ihn mit Sauerstoff versorgt.

Quelle: Thomas Tschörner

Gümmer. Bei ihrer Vorführung lässt sich Gümmers Feuerwehr nicht lumpen. Wie bei einem echten Brand werden die Helfer per Sirene alarmiert. Zwar sind die Retter beim Tag der offenen Tür schon auf dem Gelände der Feuerwache an der Friesenstraße, doch Ortsbrandmeister Frank Korthauser lässt sie noch eine Runde um den Block drehen. Denn: "Wir sind alles Freiwillige, die einer geregelten Arbeit nachgehen", erklärt Ortsbrandmeister Frank Korthauer. Weil die Feuerwehrleute erst zur Feuerwache müssen, wo ihre Ausrüstung und Fahrzeuge sind, dauert es ein paar Minuten, bevor die Helfer da sind. Dann läuft alles scheinbar planmäßig: Die Feuerwehrgruppe baut eine Wasserversorgung auf, ein Trupp unter Atemschutz rettet den hilflosen Bewohner und löscht die Flammen. Doch dann bricht - als Teil der Übung - eine Feuerwehrfrau zusammen und muss selbst gerettet werden. Dafür stehen prinzipiell immer weitere Retter parat - Eigensicherung ist wichtig.

Wenn Fett auf dem Herd in Brand gerät, ist die Versuchung groß, es mal eben mit Wasser löschen zu wollen - ein folgenschwerer Fehler. Dirk Langhorst demonstriert mit 0,2 Liter Wasser, wie aus dem Fettbrand eine "Fettexplosion" wird und plötzlich eine Feuersäule von rund drei Meter Höhe entsteht. "Fett kann nur mit einer Decke oder einem Feuerlöscher gelöscht werden." Auch ein Topfdeckel könne helfen, die Flammen zu ersticken.

Die Feuerwehr hat sich aber nicht auf Vorführungen beschränkt. Wer wollte, konnte auch einen Feuerlöscher ausprobieren, oder sich - ausgestattet mit echter Feuerwehr-Montur - auch an einem Autowrack mit dem Kombigerät Schere und Spreizer üben. Die Gelegenheit, mal mit größerem Werkzeug als es normalerweise im heimischen Werkzeugkasten zu finden ist, lässt sich Carsten Bischoff nicht entgehen. Unter Anleitung von René Zingel und Stefan Meier öffnet er mit brachialer Gewalt eine klemmende Beifahrertür eines Autowracks. "Nur Sachen ausstellen und zeigen, bringt nichts", sagt Korthauer. Die Besucher müssten Werkzeuge und Geräte auch in die Hand nehmen können.

Rund um das Feuerwehrhaus zeigen die Gümmeraner zudem ihre Fahrzeuge und ermöglichen Interessierten, einen Blick über den Ort aus dem Korb des Gelenkmastfahrzeugs der Werkfeuerwehr Honeywell zu werfen. Außerdem sind Kinder- und Jugendfeuerwehr aktiv, bieten Spiele und Schminken an und betreuen die Hüpfburg.Viel zu tun hat auch das Team am Grill. Dazu kommt eine Kaffeetafel mit selbstgebackenen Kuchen.

Korthauer ist mit der Resonanz zufrieden. Das Wetter habe mitgespielt und viele Gümmeraner hätten sich bei der Feuerwehr umgeschaut. "Jetzt hoffe ich, dass einige Gefallen gefunden haben und mitmachen." Die Feuerwehr freue sich über aktive  ebenso wie über fördernde Mitglieder sowie Interessenten für Kinder- und Jugendfeuerwehr.

Löschfahrzeug hat Wassertank mit 600 Litern: Die Ortsfeuerwehr Gümmer hat rund 45 aktive Mitglieder. Dazu kommen noch etwa 15 Angehörige von Kinder- und Jugendfeuerwehr.Einschließlich der fördernden Mitglieder sind circa 340 Gümmeraner der Feuerwehr verbunden. Die Einsatzabteilung verfügt über zwei Fahrzeuge: Einen VW T 4 als Mannschaftstranporter und ein Löschfahrzeug LF 8/6. Der schon etwas ältere VW Bus soll durch ein neueres Modell ersetzt werden. Zu diesem Zweck hat Ortsbürgermeister Christian Schomburg zur Eröffnung des Tages der offenen Tür einen Scheck des Ortsrats über 1000 Euro überreicht. Arbeitspferd der Feuerwehr Gümmer ist das Löschgruppenfahrzeug. Der Lastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen, vier Litern Hubraum und 136 PS verfügt neben der Ausrüstung auch über einen Wassertank mit 600 Litern. Das Fahrzeug ist zwar von „der Stange“, viele Einbauten hat die Feuerwehr aber in Eigenregie erledigt. „Wir haben beispielsweise ein Hygienebord mit Wasserhahn, Desinfektionsmittel und Seife maßgefertigt eingebaut“, sagt Feuerwehrsprecher Benjamin Kiriakou.

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