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Die Qualle soll erhalten bleiben

Letter Die Qualle soll erhalten bleiben

Bei einer Unterschriftenaktion haben sich 823 Schüler und Lehrer des Georg-Büchner-Gymnasiums gegen die geplante Schließung des Hallenbads ausgesprochen. Zur Erhaltung werden Fördergelder benötigt, die die Stadt beantragen muss. Die lässt aber auf sich warten.

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Sara Scholl hatte zunächst 803 Unterschriften gegen die Schließung der Qualle gesammelt. 20 weitere Schüler haben sich nach der Aktion noch für den Erhalt des Bads eingesetzt.

Quelle: Privat

Seelze. „Ich bin in Letter aufgewachsen und habe in der Qualle Schwimmen gelernt. Es ist mir wichtig, dass das Hallenbad erhalten bleibt, damit auch in Zukunft auch hier noch die Kinder das Schwimmen lernen können“, begründet Sara Scholl ihre Idee, eine Unterschriftenaktion an ihrer Schule durchzuführen.

Der Erfolg kann sich sehen lassen: 823 Unterschriften hat die Jahrgangssprecherin des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) bisher gesammelt und am Freitagabend an Achim Golinksi, Vorsitzender des Fördervereins der Qualle, und Matthias Stehr, Spartenleiter der Schwimmabteilung von Letter 05, übergeben.

„Wir kommen mit der Nachfrage nach Plätzen in den Schwimmkursen kaum nach“, sagte Stehr. Auch für das Schulschwimmen im Stadtgebiet sei die Halle elementar wichtig. Die Schulschwimmhalle werde von etwa 2000 Schülern aus vier Schulen des Stadtgebiets, nämlich den Grundschulen aus Harenberg, Dedensen und Letter sowie dem GBG genutzt. „Mit den Ausbildungs- und Sportangeboten des Schwimmvereins stellen wir die Basis für ein gutes Miteinander und ein funktionierendes gesellschaftliches Zusammenleben für zukünftige Generationen dar. Daher sollte der Stadt der Erhalt der Schulschwimmhalle am Herzen liegen“, argumentierte Stehr.

Golinski, Stehr und Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth weisen außerdem gemeinsam auf das Bundesprogramm zur Förderung der Sanierung kommunaler Einrichtungen, nach dem die Kommune bis zu vier Millionen Euro Fördergelder erhalten könnte. „Das Förderprogramm ist für die Schulschimmhalle wie gemacht, wir erfüllen alle notwendigen Bedingungen“, sind Golinski und Stehr sich sicher. Jedoch müsse die Stadt den Antrag fristgerecht stellen. Und genau da sehen beide das Problem.

„Leider arbeitet die Stadt nicht mit der Schnelligkeit und dem Engagement mit, wie wir uns das wünschen würden“, sagen Golinski und Hackbarth. Nach ihrer Einschätzung hätten die verantwortlichen Stellen bisher eher zögerlich reagiert. Für Stehr ist das enttäuschend und erschreckend. „Wenn es die Möglichkeit gibt, die Schulschwimmhalle durch Fördermittel vom Bund zu retten, müsste entschlossener und schnell gehandelt werden. Ich finde es schade, dass die Stadt den Förderverein Qualle nicht besser unterstützt“, sagt er.

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