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Handwerker in der Kapelle

Seelze Handwerker in der Kapelle

Der Verein Dorfgemeinschaft Almhorst beginnt jetzt mit der Renovierung der Friedhofskapelle. Angebote von Firmen sind eingeholt und die Aufträge an Maler, Tischler sowie einen Betrieb für Entwässerung vergeben.

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Die Friedhofskapelle Almhorst wird renoviert.

Quelle: Tschörner (Archiv)

Almhorst. Es gibt Einiges zu tun für die Handwerker. Feuchtigkeit ist in die Kapelle eingedrungen, der Putz der Wände ist im unteren Bereich locker. Außen wird auf die Risse in der Fassade eine Gazeschicht aufgebracht, danach wird die Kapelle gestrichen. „Wir hoffen, dass wir dann das Problem mit der Feuchtigkeit behoben haben“, sagt Ortsbürgermeisterin Petra Cordes, die zugleich Vorsitzende des im vergangenen Herbst gegründeten Vereins für Dorfentwicklung und -gestaltung ist.

Auch im Inneren der Kapelle besteht Renovierungsbedarf: Der lose Putz wird abgeklopft, Löcher werden dicht gemacht, und die Wände erhalten einen neuen Anstrich. Im Bereich der Orgel wird ebenfalls frisches Weiß aufgetragen. Das gilt auch für den Werkraum, in dem die Stadt ihre Geräte für den Friedhof deponiert hat.

Klaus Weiland, zweiter Vorsitzender des Vereins, hat einen Tischler gebeten, ein altes Fenster, dessen Holz so morsch ist, dass man einen Finger durchstecken kann, gegen eines aus Kunststoff auszutauschen. Der Handwerker soll schon in dieser Woche seine Arbeit aufnehmen.

Der als gemeinnützig anerkannte Verein hat die Kapelle seit Januar von der Stadt gepachtet und ist für deren Unterhaltung zuständig. Der Pachtvertrag läuft über 25 Jahre. Die Stadt stellt dem Verein einmalig 10 000 Euro für die Renovierung zur Verfügung - das Geld gibt es nach Vorlage der Rechnungen.

Die Einnahmen des Vereins setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Die 80 Mitglieder zahlen jeweils 12 Euro Beitrag im Jahr. Für Trauerfeiern kann der Verein eine Gebühr von 320 Euro erheben. Damit sind die Almhorster günstiger als die Stadt - für die Nutzung von Kapellen verlangt diese 453 Euro. Zwei Feiern jährlich gibt es im Schnitt in Almhorst. In diesem Jahr waren es sogar schon vier. „Das hilft uns finanziell weiter. Wir wollen den Tischler und den Maler aus unseren Einnahmen bezahlen. Die Außenarbeiten und die Drainage werden schon noch einen ordentlichen Batzen kosten“, sagt Cordes. Der Verein habe auch schon Spenden erhalten. „Die Almhorster wollen einfach, dass ihre Kapelle erhalten bleibt.“

Die Kapelle hat weder Strom noch Wasser. Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach ermöglicht lediglich das Spielen der Orgel. Wenn die Vereinsmitglieder die Vorhalle vom Vogelkot reinigen und das Haus von innen schrubben, bringt Vorstandsvize Weiland heißes Wasser stets in einer alten großen Milchkanne mit.

„Wir sind ein tolles Team und wollen, dass die Kapelle wieder ein würdiger Raum für Trauerfeiern wird“, betont Cordes. Deshalb sollen noch in diesem Jahr die verschlissenen Sitzkissen ausgetauscht werden. Die neuen Polster werden dann nur zu Trauerfeiern auf die Stühle gelegt. Beim Aufräumen entsorgt haben die Ehrenamtlichen die Kunststoffblumen. „Wir haben bestimmt die einzige Kapelle, bei der selbst diese Pflanzen die Blätter verlieren“, sagt Cordes und lacht. Der Verein denke nun über eine andere ansprechende Dekoration nach.

Von Treeske Hönemann

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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