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Harenberg wehrt sich gegen die Bahntrasse

Seelze Harenberg wehrt sich gegen die Bahntrasse

Harenbergs Ortsbürgermeister Wilhelm Lohmann lehnt den Neubau einer Bahntrasse ab. Damit würde die Qualität der landwirtschaftlichen Flächen verloren gehen. Auch Dedensens SPD wehrt sich gegen eine neue Trasse, die eine Katastrophe wäre, sagte der stellvertretende Vorsitzende Thorsten Massinger.

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Von einem Ausbau der bestehenden Bahntrasse wäre auch Lohnde betroffen.

Quelle: Sandra Remmer

Harenberg/Seelze. Dass in Lohnde und Gümmer niemand über den möglichen Ausbau der Trasse begeistert sei, könne er nachvollziehen, sagt Lohmann. "Ich sage aber auch ganz eindeutig: Ich möchte das Ding in Harenberg auch nicht haben." Der Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans sieht unter anderem auch eine Verbesserung der Bahnstrecke Hannover-Bielefeld vor. Um zwei zusätzliche Gleise zu schaffen, ist neben einer Neubautrasse durch das südliche Seelze auch der Ausbau der vorhandenen Bahnstrecke im Gespräch. Die Bürgerinitiative "Seelze gegen neue Bahntrassen" versucht derzeit, die Interessen der Stadt unter einen Hut zu bringen und will für alle Seelzer sprechen.

Dies hält Lohmann für nicht machbar. "Einen wird es treffen, entweder den Norden oder den Süden Seelzes." Angesichts der Tatsache, dass die Bahnstrecke auf jeden Fall ertüchtigt werde, würde alles andere nicht den Tatsachen entsprechen. Der Ortsbürgermeister betont, dass Harenberg die Trasse nicht wolle. Denn die Gleise würden nicht nur Wohnqualität vor allem am nördlichen Ortsrand, sondern auch die landwirtschaftlichen Flächen in Mitleidenschaft ziehen.

Mit Sorge sieht auch Dedensens stellvertretender SPD-Vorsitzender Thorsten Massinger einen Abzweig, der zwischen Lohnde sowie Dedensen und Gümmer vorbeiführen könnte. "Damit wäre Dedensen von allen Seiten von Lärmquellen umgeben. Absolut unvorstellbar", sagt Massinger. Bei einem gemeinsamen Treffen mit Mandy von Zobeltitz, Vorsitzende der BI gegen neue Bahntrassen, sowie Silke Klompmaker-böhm und Jürgen Dzick vom Vorstand der BI "Zukunft, Leben, Dedensen" habe Einigkeit darüber geherrscht, dass der Neubau einer Trasse auf Seelzer Gebiet nicht hinnehmbar sei. Beide Bürgerinitiativen hätten vereinbart, künftig im engen Austausch zu den weiteren Planungen zu stehen. Dedensens Ortsbürgermeisterin Heike Duve-Diekmann betonte, dass bei dem von allen Seiten geforderten Dialogforum die bereits immensen Belastungen der westlichen Stadtteile berücksichtigt werden müssen.

Bundestagsabgeordnete zeigen Verständnis für Gümmer und Lohnde: Unterdessen haben Gümmers Ortsbürgermeister Christian Schomburg und Lohndes CDU-Vorsitzender eine Antwort der beiden Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) erhalten, die sie um Hilfe gebeten hatten. Mahnke und Schomburg befürchten, dass nach der Ablehnung der Süd-Variante durch die Stadt nun Lohnde und Gümmer belastet werden. Er freue sich, dass die beiden Abgeordneten die "Gefühlslage" von Schomburg und ihm nachvollziehen könnten. In dem Schreiben der Bundespolitiker wird zudem betont, dass zum aktuellen Zeitpunkt die Trassenführung der geplanten ICE-Trasse noch nicht festgelegt sei.

Von Thomas Tschörner

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