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Heimatmuseum bereitet neue Ausstellung vor

Seelze Heimatmuseum bereitet neue Ausstellung vor

Das Heimatmuseum in Letter feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Der Mittellandkanal blickt bereits auf eine 100 Jahre alte Geschichte zurück. Für die Organisatoren im Museum ein Grund, der künstlichen Wasserstraße ihre nächste Ausstellung zu widmen. Sie wird Pfingstsonntag eröffnet.

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Heinz Gehrke zeigt einen Taucherhelm aus den Fünfzigerjahren. Auf Fotos zur 100-jährigen Geschichte des Kanals ist die Badeanstalt zu sehen, außerdem die neue und die alte Fahrt übers Leinetal.

Quelle: Remmer/Heimatmuseum

Letter. Zeit zum Durchatmen bleibt Heinz Gehrke im Moment kaum. Gerade erst ist die Ausstellung zum Thema Spielzeug in der Retroperspektive am  Sonntag zu Ende gegangen. Zu Pfingsten beginnt die nächste Sonderausstellung zum Thema Mittellandkanal im Letterschen Heimatmuseum.

Jeden Tag ist er unterwegs, um weitere Exponate für die Ausstellung ins Museum zu holen. Auch ein etwa 80 Kilogramm schwerer Helmtaucheranzug, den Berufstaucher in den Fünfzigerjahren bei Wartungsarbeiten getragen haben, gehört dazu. Auf das Modell eines speziell für den Kanalbau konzipierten Baggers wartet er noch.

Mehr als 400 Fotos hat Gehrke gesichtet und schließlich 60 ausgewählt, die er während der Ausstellung zeigen will. Alle Fotos hat er vorher bearbeitet und auf die ansehnliche und einheitliche Größe von 20 mal 30 Zentimeter gebracht. Ein gutes Vierteljahr ist Gehrke bisher mit dem Zusammentragen von Ausstellungsmaterial beschäftigt.

"Wir wollen die Bedeutung zeigen, die der Mittellandkanal für Seelze hat", sagt Gehrke. Dabei gehe es einmal um die industrielle Bedeutung dieser mit 325 Kilometern längsten Wasserstraße Deutschlands, aber auch um den Freizeitwert, der mit dem Leben in Kanalnähe einhergehe. Fotos aus vergangener Zeit erinnern zum Beispiel an eine Badeanstalt am Kanalufer. Auf Infotafeln, die die Wasserschiffsverwaltung Minden zur Verfügung gestellt hat, können die Besucher sehen, wie die alte und neue Fahrt über das Leinetal gebaut wurden.

Andere Bilder zeigen Frauen, die damit beschäftigt sind, Boden abzutragen und die Fahrrinne auszugraben. "Wir wollen alle Seiten des Kanalbaus zeigen, dazu gehören auch die Schattenseiten", erklärt Gehrke mit Blick auf die Kriegs- und Nachkriegsjahre, in denen es kaum noch Männer gab und die Frauen deswegen auch schwere körperliche Arbeiten erledigen mussten.

Die Ausstellung beginnt am Sonntag, 15. Mai, um 15 Uhr. Als Redner konnte der Verein den Kanalexperten Bernd Ellerbrock aus Velber gewinnen, der gerade sein Buch "Der Mittellandkanal von A-Z" veröffentlicht und dem Heimatmuseum ebenfalls sehr viel Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat.

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