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Obentraut-Park: Aller mahnt Aufschub an

Seelze Obentraut-Park: Aller mahnt Aufschub an

SPD-Ratsherr Heinrich Aller warnt davor, den Beschluss für das Bauvorhaben für den Obentraut-Park übers Knie zu brechen. Auf Anfrage der Lokalredaktion Seelze warb er erneut für das von ihm mehrmals ins Gespräch gebrachte Konzept für die Stadtentwicklung. Eine weitere Verdichtung sei nicht sinnvoll.

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Karikaturist Wolfgang Schulze lässt Obentraut schon das Schlimmste für den Park an seinem Denkmal befürchten.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Aller fordert deshalb für das Bauvorhaben im Obentraut-Park einen Aufschub, um in Ruhe nachdenken zu können. Die Stadtverwaltung hatte in ihrer Vorlage darauf verwiesen, dass die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Seelze besonders für Bezieher geringer Einkommen und Familien angespannt sei. Entlastung verspricht sich die Verwaltung von dem Bauvorhaben der Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) Hannover, die auf dem größten Teil des Obentraut-Parks ein fünfgeschossiges Haus mit insgesamt 31 Wohnungen errichten möchte. Der Ortsrat hat dem Plan bereits zugestimmt, sich aber für den Erhalt des Brunnens mit Sitzbänken am Rande der Parkanlage stark gemacht. Nach dem derzeitigen Zeitplan soll Ende März der nicht öffentlich tagende Verwaltungssausschss, der die Arbeit des Rates vorbereitet und bestimmte Entscheidungen in Eigenregie treffen kann, sein abschließendes Votum abgeben.

"Es wird immer mehr zugepflastert", sagte Aller. Bei einem fünfgeschossigen Haus bleibe für die Allgemeinheit nichts mehr übrig. Dies belaste nicht nur die Bewohner des unmittelbar angrenzenden Hochhauses an der Beethovenstraße, sondern das gesamte Wohnquartier. Das ohnehin schon dicht bebaute Viertel werde weiter verdichtet. Der Ratsherr Aller erinnert an die Planung für den Ausbau der Regenbogenschule, die dann weiter an die Hannoversche Straße heranrücke - praktisch genau gegenüber der derzeitigen Parkanlage.

Der Sozialdemokrat fordert jetzt eine Denkpause: Die Entwicklung der beiden großen Stadtteile Seelze und Letter müsse mit den Möglichkeiten in den kleineren Ortsteilen abgestimmt werden. Aller verweist auf die noch vorhandenen Kapazitäten im Neubaugebiet Seelze-Süd sowie die Schließung von Lücken in den Ortsteilen. "Derzeit werden wir überraschend mit Plänen konfrontiert, die wir dann nach dem Motto ,Vogel friss oder stirb' beschließen sollen." Bei einer derartigen Vorgehensweise seien falsche Ergebnisse zu befürchten. Der innerstädtische Bereich verdiene es, genauer angeschaut zu werden. Die Stadt sei gut beraten, die Attraktivität der alten Stadtteile Seelze und Letter zu erhalten. Dies gelänge jedoch nicht, wenn alle Freiflächen systematisch überplant würden, wie dies zuletzt für den Neubau des Jobcenters am Rathaus geschehen sei.

Von Thomas Tschörner

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