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Hochzeit wurde wegen Fußball verschoben

Seelze Hochzeit wurde wegen Fußball verschoben

Hans und Isolde Wittek sind seit 65 Jahren ein Ehepaar. Zu ihrer Eisernen Hochzeit blicken die beiden Seelzer noch einmal auf ihr gemeinsamen Jahre zurück - und sind wunschlos glücklich.

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Seit 65 Jahren ein Ehepaar: Hans und Isolde Wittek feiern Eiserne Hochzeit.

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. Nicht jede Frau hat so viel Verständnis für das Hobby ihres künftigen Ehemannes. Weil für den beinharten rechten Verteidiger Hans Wittek das Pokalspiel Vorrang hatte, musste die Hochzeit verschoben werden. „So verrückt auf Fußball war ich“, erinnerte sich der frühere Seelzer Gemeindedirektor. „Ich wollte nie im Dezember heiraten, aber an den anderen Wochenenden war immer ein Spiel“, erzählte Frau Isolde.

Jetzt feierte das Paar Eiserne Hochzeit. Die Witteks sind zwar seit 65 Jahren verheiratet, kennen sich aber viel länger. Beide stammen aus dem ehemals schlesischen Waldenburg. Der 89-Jährige war im Zweiten Weltkrieg Jagdflieger, geriet in Gefangenschaft und zog 1947 zunächst zu Onkel und Tante nach Neustadt am Rübenberge. Wittek war ein guter Fußballspieler, er spielte für den TuS Seelze in der Amateur-Oberliga-Mannschaft. Wittek sagte zu, weil die Seelzer ihm ein Zimmer beschafften.

Isolde Wittek hatte ihren Liebsten in der Kriegszeit aus den Augen verloren. Bis 1949 war Funkstille. Er versuchte sie über den DRK-Suchdienst zu finden, Bekannte erzählten ihr schließlich von ihm. Der Ort des Ersten Dates war der Hauptbahnhof Hannover. Kurze Zeit später lebten sie in wilder Ehe zusammen – die Hochzeit musste bekanntlich warten.

Die Witteks haben viele schöne gemeinsame Jahre verbracht. „Wir sind so viel verreist, waren auf so vielen Veranstaltungen. Was soll ich mir noch wünschen?“, sagte die 88-Jährige. Ihr Mann bedauert lediglich, nicht auf Hawaii gewesen zu sein. Er hat sich all die Jahre fit gehalten mit Sport. Er geht immer noch zum Altherrenturnen und ist im hohen Alter mit einem Fallschirm abgesprungen. Auch Ski ist der Senior viele Jahre gefahren. 1974, nach der Gebietsreform, war Wittek als Gemeindedirektor nicht wiedergewählt worden. Er ging in Pension und fing ehrenamtlich als Geschäftsführer beim Stadtsportbund Hannover an. Noch heute schwärmt er vom Ball des Sports – Veranstaltungen, die Wittek organisiert hatte.

von Treeske Hönemann

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