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Feuerwehr bekommt Unterstützung aus der Luft

Seelze Feuerwehr bekommt Unterstützung aus der Luft

Die Freiwillige Feuerwehr Seelze bekommt künftig Unterstützung aus der Luft. Etwa 7000 Euro kostet der Copter - auch Drohne genannt - , den Bernd Schönbeck vom amerikanischen Chemiekonzern Honeywell der Feuerwehr am Montagabend im Gerätehaus an der Mühlenstraße übergeben hat.

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Carsten Strowig (links) freut sich über die Unterstützung einer Drohne, überreicht von Bernd Schönbeck.pp

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. Unscheinbar sieht der Copter aus und erinnert ein wenig an eine Fernsehantenne aus längst vergangener Zeit. Doch es ist eine Menge, was in dem gesichtslosen Gerät an technischer Raffinesse steckt. Bis zu 500 Meter hoch kann das Fluggerät fliegen und dabei stets ruhige Aufnahmen aus der Luft liefern. Dabei erreicht der Copter eine Geschwindigkeit von bis zu 60 Stundenkilometern. Seine Reichweite beträgt zwei Kilometer, seine Akkulaufzeit etwa 25 Minuten. Dazu kommt, dass er absolut absturzsicher ist.

Bedient wird der Copter bequem mit einer Fernbedienung. Während der Pilot vom Boden aus die Drohne fliegen lässt, macht das Gerät in der Luft permanent Bilder. Dabei kann es sowohl Standbilder als auch bewegte Bilder, die einem Film gleichen, liefern. Die wiederum werden auf ein iPad gesendet und können so ausgewertet werden. Bevor der Copter jedoch zu einem Flug startet, muss die Flugsicherung am Flughafen Hannover Langenhagen über diesen Einsatz informiert werden. Drohnen, die sich im privaten Einsatz befinden, dürfen aus Gründen der Flugsicherheit ohne besondere Genehmigung auch nicht höher als maximal 20 Meter fliegen.

"Große Feuer, Waldbrände, Evakuierungen, Gefahrgutunfälle oder bei der Personensuche, es gibt viele Möglichkeiten, bei denen ein Copter eingesetzt werden kann", nennt Ralf Bergmann Beispiele. Der Feuerwehrmann wird gemeinsam mit seinen Kameraden Karsten Dranicki und Frank Röhrbein die Benutzung der Luftbildkamera koordinieren. Als im Februar eine Kajakfahrerin mit ihrem Kajak in der Leine gekentert ist, habe die Feuerwehr schon einmal einen Copter aus privatem  Besitz eingesetzt. Auch beim Brand eines Fachwerkhauses im historischen Ortskern der Stadt hat dieses Gerät der Feuerwehr gute Dienste erwiesen. "Der Copter ist ein Instrument, dass die Arbeit der Feuerwehr in Seelze weiter voranbringen kann", sagte Bürgermeister Detlef Schallhorn. Profitieren sollen auch die anderen Ortsfeuerwehren von dem technischen Hochleistungsgerät. "Der Copter steht der Stadtfeuerwehr jederzeit zur Verfügung", versicherte der stellvertretende Ortsbrandmeister Michael Lorenz.

Es ist nicht das erste Mal, dass Honeywell die Seelzer Feuerwehr unterstützt. Auch die Anschaffung der neuen Uniform hat der Konzern durch mehrere Spenden mit finanziert. "Es ist beeindruckend, wie Sie ihren Laden im Griff haben", lobte Werksleiter Schönbeck die Arbeit von Ortsbrandmeister Carsten Strowig.

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