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Hoch hinaus beim Einsatz

Seelze Hoch hinaus beim Einsatz

Das neue Hubrettungsfahrzeug der Ortsfeuerwehr Seelze ist auf dem neuesten Stand der Technik – und war dabei noch ein „Schnäppchen“.

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Bei einem Übungseinsatz in der Flüchtlingsunterkunft an der Almhorster Straße probierte die Ortsfeuerwehr Seelze ihre neue Drehleiter aus. Anschließend durften die Hausbewohner mit der neuen Drehleiter mitfahren und von dort aus einen schönen Blick über Seelze genießen.

Quelle: Nils Oehlschläger

Seelze. Rauch dringt aus den Fenstern, besonders im Erdgeschoss. Vor dem Gebäude an der Almhorster Straße haben sich bereits einige Menschen versammelt. Viele Autofahrer drosseln das Tempo, als sie vorbeifahren. Kurz darauf treffen die Rettungssanitäter ein, bald auch das erste Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Normalerweise würde Rauchentwicklung aus einer Flüchtlingsunterkunft dieser Tage für große Aufregung sorgen. Doch Einsatzleiter Alfred Blume von der Ortsfeuerwehr Seelze beobachtet entspannt das Geschehen. Der Grund: Der Einsatz am Montag wurde zu Übungszwecken inszeniert – aus dem Gebäude dringt lediglich der Rauch einer Nebelmaschine.

Mit dem Einsatz möchte die Feuerwehr ihre neuste Errungenschaft in der Praxis testen. Mitte Juni hatten die Einsatzkräfte ihre neue Drehleiter abgeholt, die sie als Ausstellungsstück der Feuerwehrleitmesse Interschutz erworben hatten. „Ich würde sagen, wir haben ein Schnäppchen gemacht“, sagt Einsatzleiter Blume. Dabei ist der Preis mit knapp 580.000 Euro noch immer beachtlich. „Neu hätte das Gerät etwa 780.000 Euro gekostet“, sagt Blume. Die Investition sei nötig gewesen. „Nach 25 Jahren muss so ein Gerät allmählich ersetzt werden“, sagt Blume. Ein Getriebeschaden im alten Fahrzeug hatte für einen Totalschaden gesorgt.

Die Anschaffung sei jedoch kein großes Problem gewesen, sagt Blume. „Das Zusammenspiel der politischen Spitzen und der Feuerwehr hat in den letzten Jahren hervorragend geklappt. Einen Batzen Geld hatten wir bereits aufgespart.“ So arbeitet die Feuerwehr Seelze nun wieder mit zeitgemäßer Technik. „75 Frauen und Männer haben wir geschult“, sagt Blume. Auf dem Programm standen die Bedienung der Drehleiter und die Steuerung des Korbes. Ihre Fertigkeiten stellten die Einsatzkräfte am Montag gleich zur Schau: Zwei Menschen, denen wegen des Rauchs die Flucht durch das Treppenhaus nicht möglich gewesen wäre, wurden aus dem obersten Stockwerk gerettet.

Durch die flachen Stützen, die im Einsatz seitlich ausfahren, kann die neue Drehleiter der Ortsfeuerwehr Seelze auch in eng beparkten Straßen eingesetzt werden. Der Korb kann auf eine Höhe von bis zu 32 Meter gebracht und durch eine zusätzliche Achse in eine waagerechte Position manövriert werden. „Alles in allem sparen wir mit der neuen Technik bis zu 50 Prozent der bisher benötigten Zeit“, sagt Blume.

Von Nils Oehlschläger

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