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IGS hängt vom Elternwillen ab

Seelze IGS hängt vom Elternwillen ab

Ob die vom Rat geforderte Integrierte Gesamtschule (IGS) auch tatsächlich errichtet wird, hängt letztlich von der Entscheidung der Eltern ab. Wenn die Erziehungsberechtigten sich gegen eine IGS aussprechen, wird es auch keine geben, hat jetzt Bürgermeister Detlef Schallhorn klargestellt.

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Nach den Vorstellungen der SPD-Fraktion soll im Schulzentrum, hier vom Turm der Kirche St. Martin gesehen, eine Integrierte Gesamtschule eingerichtet werden.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Mit den Stimmen von SPD und Grünen hatte der Rat im Juli die Errichtung einer IGS im Schulzentrum Seelze beschlossen, die zum 1. August 2017 den Betrieb aufnehmen soll. Gleichzeitig sollen dort die Hauptschule und die Realschule aufgehoben werden. Bevor der Antrag beim Land gestellt werden kann und dann eine Arbeitsgruppe die pädagogischen Inhalte und das Leitbild der neuen Schule formulieren, muss die Stadt einige Vorarbeiten erledigen. Wichtigste Aufgabe ist dabei die Befragung der Eltern, die im November anstehen soll.

Laut der Richtlinie der Landesschulbehörde müssen neue Gesamtschulen langfristig - mindestens zehn Jahr lang - eine Mindestgröße von vier Klassen pro Jahrgang erreichen. Dabei wird pro Klasse eine Zahl von 24 Schülern zugrunde gelegt. Damit werden pro Jahrgang mindestens 96 Schüler benötigt, erklärt die Verwaltung. Eine dreizügige Schule würden nur in Ausnahmefällen genehmigt. Voraussetzung dafür wäre zudem, dass die Stadt andere Schulformen wie Haupt- und Realschule weiter vorhalte.

Da in Seelze diese Schulformen aber mit der Einführung der IGS abgeschafft werden sollen, müssten sich bei der Elternbefragung mindestens 96 Erziehungsberechtigte für die IGS aussprechen. Bei der letzten Abfrage, bei der sich keine Mehrheit für eine Gesamtschule gefunden hatte, war noch die Fünfzügigkeit mit 120 Schülern pro Jahrgang Voraussetzung. Das Votum der Eltern sei die Voraussetzung für die weiteren Schritte, betont Schallhorn. „Wenn die Eltern gegen eine IGS sind, wird es auch keine geben.“

Noch in diesem Monat soll die geplante Elternabfrage bestehend aus einer Information und dem eigentlichen Fragebogen im Arbeitskreis Schule vorgestellt werden. Nach den Herbstferien will die Verwaltung dann die Fragebögen an die letzten beiden Jahrgänge der Kindertagesstätten und die ersten beiden Grundschuljahrgänge verteilen. Für die Beantwortung haben die Eltern bis Ende November Zeit. Die Bögen sollen im Dezember und Januar ausgewertet werden.

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