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Die Obentraut-Parkanlage wird bebaut

Seelze Die Obentraut-Parkanlage wird bebaut

Die Obentraut-Parkanlage, eine der letzten größeren Grünflächen in Seelzes Innenstadt, soll bebaut werden. Geplant ist ein fünfstöckiges Haus mit insgesamt 31 Wohnungen. Der Ortsrat Seelze bereits zugestimmt. Grün sei schön, die Wohnungen würden aber gebraucht, sagt Ortsbürgermeister Alfred Blume.

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Der größte Teil der Obentraut-Parkanlage (im Hintergrund) soll bebaut werden: Ortsbürgermeister Alfred Blume betont, dass die Stadt mehr Wohnungen brauche.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Die Obentraut-Parkanlage wurde in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelegt und ist rund 5077 Quadratmeter groß. Der größere, südliche Teil mit circa 3275 befindet sich auf einem Grundstück der Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) Hannover GmbH. Im Oktober 1980 hatte das Unternehmen mit der Stadt vertraglich geregelt, dass die Kommune auf der Fläche eine öffentliche Grünanlage mit Wegen anlegen kann und im Gegenzug die Unterhaltspflicht für die Anlage übernimmt. Nun wolle die KSG auf ihrer Fläche ein fünfstöckiges Gebäude errichten, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Vorgesehen sind 31 Wohnungen: Acht Vier-Zimmer-Wohnungen, 20 Zwei-Zimmer-Wohnungen und drei rollstuhlgerechte Zwei-Zimmer-Wohnungen. Der nördliche Bereich der Grünanlage mit Obentraut-Denkmal und Schmuckbeet soll in einer Größe von rund 1800 Quadratmetern unverändert bestehen bleiben.

Die Verwaltung verweist auf die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt in Seelze wie in der gesamten Region Hannover. Gerade Bezieher geringer Einkommen, aber auch Familien mit mittlerem Einkommen hätten es sehr schwer, geeigneten Wohnraum zu finden. Auch bei der KSG könne die aktuelle Fluktuation die Nachfrage nicht decken. "Das öffentliche Interesse an der Schaffung von Wohnraum ist danach in diesem Fall höher zu werten, als ein Erhalt der Parkanlage in ihrer gesamten Größe", ist die Verwaltung überzeugt und verweist auf die Parkanlage an der Göxer Landstraße und die Friedhofsflächen.

Dieser Argumentation hat sich der Ortsrat im Wesentlichen angeschlossen. "Jede grüne Stelle in der Stadt ist schön, wir brauchen aber auch neue Wohnungen", sagt Ortsbürgermeister Alfred Blume. Seelze habe das Problem zwischen Leine, Bahnlinie sowie Mittelland- und Stichkanal zu liegen. Neue Wohnungen könnten deshalb nur in innerstädtischen Lücken gebaut werden. Der Ortsrat habe aber auch deutlich gemacht, dass der kleine Brunnen mit Ruhebänken erhalten bleiben müsse.

Über das Vorhaben berät noch der Ausschuss für Bau und Umwelt, bevor voraussichtlich Ende März der Verwaltungsausschuss die Entscheidung trifft.

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Ortsbürgermeister Alfred Blume zeigt die kleine Brunnenanlage mit Bänken, die der Ortsrat erhalten will.

Quelle: Thomas Tschörner

Von Thomas Tschörner

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