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Neues Windrad hat die 8,5-fache Leistung

Seelze Neues Windrad hat die 8,5-fache Leistung

Diskutiert wird über die Leistungssteigerung - sogenanntes Repowering - eines Windrades in Dedensen schon länger. Jetzt gibt es nach 53 Monaten grünes Licht, Bau- und Betriebsgenehmigung sind erteilt worden. Die neue Anlage hat im Vergleich zum Vorgängermodell etwa die 8,5-fache Leistung.

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Christian Stahl (von links), Ilse Saile, Knut Werner, Sven-Christian Kindler, Thomas Lux, Andreas Schulze und Alexander Jäger-Bloh besichtigen den Windpark südlich von Dedensen. Remmerp

Quelle: Remmer

Dedensen. Verantwortlich für das Projekt sind Alexander Jäger-Bloh und Christian Stahl, Gesellschafter der Stahl und Bloh GbR. Diese Gesellschaft fungiert als Bauherr und Betreiber für das neue Windrad und wird wiederum von der deanGruppe betreut. Beide mussten sich in Geduld üben. "Von der ersten Antragstellung bis zur Genehmigung sind mehr als 53 Monate vergangen", sagt Unternehmenssprecherin Beate Roßbach. Auch wenn Planungen für Windenergieprojekte aufwendig seien und ihre Zeit bräuchten, hätten die Projektierer für das Repowering in Dedensen ungewöhnlich viel Geduld aufbringen müssen.

Die Planer hatten gleich mit zwei Widrigkeiten zu kämpfen. "Zuerst gab es Probleme mit der militärischen Luftfahrt, die den Luftraum nördlich der genehmigten Anlage als Tieffluggebiet für ihre Transporter und Jets benötigt", sagt Jäger-Bloh. Dazu kam eine Auseinandersetzung mit der Stadt Barsinghausen, die weitere Zeit gekostet habe. Erst im Laufe des Verfahrens sei eine Lösung gefunden worden. Dies habe jedoch erneutes Umplanen bedeutet, erst der dritte Entwurf sei genehmigungsfähig gewesen.

Die in Dedensen vorhandene Anlage aus dem Jahr 1998 vom Typ NEG Micon hat einen Rotordurchmesser von 48 Metern und eine Nabenhöhe von 60 Metern. Dieses Rad hat nach Angaben des Unternehmens bei einer Nennleistung von 0,75 Megawatt jährlich durchschnittlich eine Million Kilowattstunden erzeugt. Die nun genehmigte neue Anlage vom Typ Vestas V 112 ist deutlich größer. Der Durchmesser des Rotors beträgt mit 112 Metern mehr als das Doppelte des alten Windrades, die Nabe ist in einer Höhe von 119 Metern fast doppelt so hoch wie die des Vorgängermodells. Deutlich höher ist die Ausbeute an Strom: Bei einer Nennleistung von 3,3 Megawatt sollen jährlich mehr als 8,5 Millionen Kilowattstunden erzeugt werden.

Vorgesehen ist, dass das Windrad im dritten Quartal 2017 errichtet wird. Dann soll die Anlage auch ihren Betrieb aufnehmen.

Repowering bedeutet mehr Größe: Ein gutes Dutzend Windräder steht derzeit südlich von Dedensen zwischen Holtensen und Groß Munzel. Die Leistungssteigerung, in der Fachsprache als Repowering bedeutet in der Regel größere Höhen der Anlagen. Für das Windrad in Dedensen laufen die Planungen bereits seit Jahren. Im Jahr 2012 schien dann alles halbwegs spruchreif zu sein. Im Gespräch war zeitweise auch eine Bürgerwindanlage. Im November 2012 hatte sich auch eine Delegation über das Windrad informiert. Jäger-Bloh hatte dabei von einem Schatz gesprochen, den es zu heben gelte.

Von Thomas Tschörner

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