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Bahntrasse: Hilferuf aus Lohnde und Gümmer

Seelze Bahntrasse: Hilferuf aus Lohnde und Gümmer

Sorge um Belastung der westlichen Ortsteile durch die Bahntrasse: Gümmers Ortsbürgermeister Christian Schomburg und Lohndes CDU-Ortsverbandsvorsitzender Jörg Mahnke haben sich jetzt an Bundespolitiker gewandt und um Hilfe gebeten. Schomburg und Mahnke fordern eine Unterstützung ihrer Stadtteile.

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Ein Ausbau der Bahntrasse würde eine deutliche Mehr-Belastung für Lohnde und Gümmer bedeuten.

Quelle: Remmer

Seelze. In einem Brief an die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) sowie Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, schildern Schomburg und Mahnke die aus ihrer Sicht zu befürchtende Benachteiligung der westlichen Stadtteile bei der Diskussion um die Bahntrasse. Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 ist auch der Aus- oder Neubau der Bahnstrecke Hannover–Bielefeld mit zwei zusätzlichen Gleisen vorgesehen. Neben einem zweigleisigen Neubau durch das südliche Seelze, der vor allem Seelze-Süd und Almhorst sowie den Almhorster Wald betroffen hätte, besteht auch die Möglichkeit eines Ausbaus der vorhandenen Gleistrasse.

Schomburg und Mahnke verweisen darauf, dass Seelzes Bürgermeister gegen den Trassenneubau "massiv Sturm gelaufen" sei. Auch Flachsbarth und Miersch hätten sich gegen den Neubau und für einen Ausbau ausgesprochen. Die berechtigten Interessen der westlichen Stadtteile Lohnde, Gümmer und Dedensen würden nicht beachtet, meinen die beiden Kommunalpolitiker. "Wir haben den Eindruck, dass unsere Einwände seitens der Politik nicht ernst genommen werden und kein offener Dialog stattfindet." Stattdessen würden bei einer Versammlung der Bürgerinitiative Seelze gegen neue Bahntrassen anscheinend mit der Politik bereits abgesprochene Alternativen vorgestellt. Diese sogenannten Alternativen bestünden jedoch einzig und allein in der einseitigen Belastung der Bürger der westlichen Stadtteile. Es werde zudem der Eindruck erweckt, dass mit Zustimmung der Bundespolitik ein Neubau der Strecke vom Tisch sei.

Gegen den Ausbau sprächen eine unverhältnismäßig hohe Zahl von betroffenen Bürgern, eine hohe Belastung durch den ebenfalls vorgesehenen achtspurigen Ausbau der Autobahn 2 im Bereich der westlichen Stadtteile sowie unter anderem auch die Zerstörung der Feldmark Gümmers. Auf die Aussage der BI-Vorsitzenden Mandy von Zobeltitz, die vom Beginn der Diskussion und das Aneignen von Wissen gesprochen hatte, wollen sich Mahnke und Schomburg offenbar nicht verlassen. Sie fordern einen ergebnisoffenen Dialog, zu dem sie die Bundespolitiker nach Lohnde oder Gümmer einladen.

Seelzer suchen ihre Einheit:  Die Ortsbürgermeister der Obentrautstadt sehen in den Differenzen zwischen der Bürgerinitiative und einigen Ortsteilen Gefahren für den Gesamtzusammenhalt innerhalb Seelzes. Während des letzten Treffens der Ortsbürgermeister in der laufenden Wahlperiode richtete Erhard Klein aus Velber einen Appell an seine Kollegen. „Seelze darf sich nicht auseinander dividieren lassen“, sagte er. Stattdessen müssten die Ortsteile nach der Kommunalwahl möglichst schnell eine gemeinsame Linie finden und frühzeitig auf den Prozess der Trassenfindung einwirken. Gastgeber Heinrich Meier schlug als Ortsvorsteher von Döteberg in die gleiche Kerbe. Wenn die Ortsteile untereinander zerstritten seien, laufe man Gefahr, „unseren Einfluss total zu verlieren. Dann machen die Planer was sie wollen.“ Das Beispiel Südlink, bei dem der flächendeckende Bürgerprotest offenbar dazu geführt habe, dass die Kabel nun unterirdisch verlegt werden sollen, griff Bürgermeister Detlef Schallhorn auf. „Die Bahntrasse wird kommen“, stellte er nüchtern fest. Die einzelnen Ortsteile und die Stadt Seelze müssten im Prozess der Trassenfindung darauf achten, auch ihren Nutzen daraus zu ziehen und „dass die negativen Auswirkungen für alle so gering wie möglich ausfallen“. uwe

Von Thomas Tschörner

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