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Bahntrasse: Gertz und Nickel fordern Einheit

Seelze Bahntrasse: Gertz und Nickel fordern Einheit

Lohndes Ortsbürgermeister Wilfried Nickel fordert, dass Seelze bei der Diskussion um die Bahntrasse die Einheit erhalten müsse. Ähnlich sieht es die Sozialdemokratin Waltraud Gertz aus Gümmer: Bei so gravierenden Änderungen müsse an einem Strang gezogen werden, um mehr Durchschlagskraft zu haben.

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Seelze. Bei einer Versammlung der Bürgerinitiative (BI) "Seelze gegen neue Bahntrassen" in Gümmer sahen Ortsbürgerbürgermeister Christian Schomburg und Lohndes CDU-Vorsitzender Jörg Mahnke ihre Stadtteile benachteiligt. Beide bemängelten, dass die BI einen Entwurf präsentierte, der Lohnde und Gümmer in Mitleidenschaft ziehen würde. Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 hatte einen Neu- oder Ausbau der Bahnstecke Hannover-Bielefeld mit zwei zusätzlichen Gleisen vorgesehen. Dabei wurde neben einem zweigleisigen Neubau durch das südliche Seelze, der vor allem Seelze-Süd und Almhorst sowie den Almhorster Wald betreffen würde, auch ein Ausbau der vorhandenen Bahntrasse ins Gespräch gebracht. Die Stadt hatte sich schnell gegen die Variante durch das südliche Seelze positioniert. Die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) favorisierten einen Ausbau als die bessere Lösung. Dagegen wehren sich Schomburg und Mahnke.

Gertz verweist darauf, dass inzwischen nicht mehr die Rede davon sein könne, das Projekt zu verhindern. Jetzt ginge es um die Beteiligung der Seelzer, um die Chance der Mitgestaltung aufzugreifen. Das damit in Zusammenhang stehende Dialog-Forum als Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens wolle die BI zur Mitwirkung nutzen. Gertz fragt, ob es sinnvoll sei, eine BI anzugreifen und mit einer anderen Bürgerinitiative zu drohen, wie dies die Kritiker getan hatten. Es sei sinnvoller an einem Strang zu ziehen, um mehr Durchschlagskraft zu haben, ist Gertz überzeugt.

"Im Moment wird viel spekuliert", ruft auch Wilfried Nickel zu mehr Sachlichkeit auf. Es sei klar, dass in Sachen Bahntrasse irgendwo etwas gemacht werden müsse, um mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Dies müsse für Seelze nicht nur negativ sein, weil mit dem Ausbau auch der Schallschutz vernünftig geregelt werden könne. Davon könnten auch die Anwohner in Lohnde und Gümmer profitieren. Dies könnte sogar Vorteile für eine Bebauung entlang der Bahn bringen. Bei der Bestandsstrecke würde es dagegen keine Verbesserungen geben und der Status Quo für unbestimmte Zeit festgeschrieben. "Es geht darum, für alle gemeinsam etwas zu machen." Für Seelze müsse das Beste heraus geholt werden. Dies ginge aber nur, wenn sich die Stadt einig zeige und nicht jeder Stadtteil unterschiedliche Interessen vertrete.

Von Thomas Tschörner

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