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Flachsbarth: Bei Bahntrasse noch alles offen

Seelze Flachsbarth: Bei Bahntrasse noch alles offen

In Sachen Bahntrasse sei für Seelze noch nichts entschieden, betont die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth. Derzeit stünde weder fest, ob es einen Neubau oder einen Ausbau der vorhandenen Strecke gebe. Flachsbarth empfahl den Seelzern, einig zu sein und auch mit Nachbarkommunen zu sprechen.

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Seelze soll zwei zusätzliche Gleise erhalten: Ob als Ausbau der vorhandenen Strecke oder als neue Trasse ist noch unklar.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Nach einem Treffen von SPD-Bundestagsabgeordneten in Seelze, darunter auch der für die Stadt zuständige Matthias Miersch, hatte Bürgermeister Detlef Schallhorn das Fazit gezogen, dass der Ausbau der vorhandenen Bahntrasse immer wahrscheinlicher werde. Dem widerspricht Maria Flachsbarth: Sie könne die Hoffnung des Bürgermeisters zwar nachvollziehen, der sich beim Bau neuer Gleise im südlichen Seelze um die Weiterentwicklung des Neubaugebietes Seelze-Süd sorge, tatsächlich könne derzeit keine der beiden möglichen Varianten ausgeschlossen werden. Damit habe sich seit September nichts geändert. Gemeinsam mit Miersch hatte Flachsbarth Anfang September an Gümmers Ortsbürgermeister Christian Schomburg und Lohndes CDU-Vorsitzenden Jörg Mahnke geschrieben, dass "zum aktuellen Zeitpunkt die genaue Trassenführung der geplanten ICE-Trasse nicht festgelegt" ist. Die Einstufung der Bahntrasse Hannover-Bielefeld als "vordringlicher Bedarf" und die Aufnahme in den vom Bundeskabinett beschlossenen Bundesverkehrswegeplan 2030 sei lediglich einer der ersten Schritte eines langen Prozesses der Infrastrukturplanungen.

Dies sei nach wie vor der Stand, stellt Flachsbarth klar. "Wir wissen noch nicht, wie die die Trasse aussieht - das ändert sich nicht durch die Beschlussfassung einer Fraktion oder auch des Bundestags." Die Christdemokratin verwies auf das zugesagte Dialogverfahren, in dem mit allen betroffenen Kommunen alle Varianten sowie Sorgen und Hinderungsgründe erörtert würden. Es sei wichtig, dass es dann eine gemeinsame Strategie für Seelze gebe. Die einzelnen Ortsteile sollten sich nicht gegeneinander ausspielen. Es wäre schlecht, wenn aus einer Kommune unterschiedliche Anliegen vorgetragen würden. Flachsbarth rät den Seelzern zudem, sich mit den Nachbarkommunen abzustimmen. Ziel des Dialogprozesses sei, eine so anwohner- und umweltverträgliche Lösung wie nur möglich zu finden.

CDU Lohnde kritisiert Umgang mit westlichen Stadtteilen: Lohndes CDU-Vorsitzender Jörg Mahnke hat sich enttäuscht über die Äußerungen der SPD-Bundestagsabgeordneten und von Bürgermeister Detlef Schallhorn zur geplanten Bahntrasse gezeigt. Der Umgang mit den westlichen Stadtteilen sei nicht akzeptabel. "Keines unserer Argumente findet anscheinend Gehör." Es scheine schon alles beschlossen zu sein. Mahnke befürchtet, dass die westlichen Stadtteile bei einem trassennahen Ausbau keinen Lärmschutz nach dem aktuellen Stand der Technik bekämen. Denn diesen gebe es nur für Neubaustrecken. Gut sei lediglich, dass die Wahrheit auf den Tisch käme: Die neue Strecke diene offenbar nicht nur dem ICE, sondern auch dem Güterverkehr. Dies bedeute mehr Lärm.

Umstrittene Varianten: Für den Bereich Seelze führt der Bundesverkehrswegeplan 2030 die Möglichkeit eines Neubaus durch das südliche Stadtgebiet im Bereich Seelze-Süd ebenso an wie den Ausbau der vorhandenen Trasse. Der genaue Verlauf einer Neubautrasse steht zwar nicht fest, die Anwohner des Neubaugebiets Seelze-süd sowie Einwohner aus Almhorst und Harenberg lehnen diese Idee aber ab. Auch die Stadt kritisierte, dass mit der Neubauvariante würden die Entwicklungsmöglichkeiten Seelzes verhindert würden. Der Ausbau der vorhandenen Trasse wurde wegen der befürchteten Lärmbelastung dagegen in den westlichen Stadtteilen Lohnde, Gümmer und Dedensen kritisch gesehen.

Von Thomas Tschörner

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