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In Seelze ist die Hundesteuer zu hoch

Seelze In Seelze ist die Hundesteuer zu hoch

Der Schlittenhundesport ist Tanja Arndts Leidenschaft. Vier Sibirian Huskies gehören zu ihrem Hunderudel. Nun würde sie gerne einen weiteren Husky anschaffen. Doch das kann sie sich nicht leisten – Seelzes Hundesteuer ist zu hoch.

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Tanja Arndt mit ihrem Husky-Rudel, das sie gern um einen weiteren Hund ergänzt hätte. Arndt trainiert Huskiehündin Shida mit dem Dog-Scooter.

Quelle: Remmer

Seelze. Wer in der Obentrautstadt einen Hund hält, muss tief in die Tasche greifen. 132 Euro Hundesteuer jährlich verlangt die Stadt für den ersten Hund - und liegt damit im bundesweiten Vergleich ganz weit vorn. Für den zweiten Hund fallen 188, für jeden weiteren sogar 228 Euro an. In anderen Kommunen der Region kommen Hundehalter günstiger an den Hund: In Isernhagen etwa zahlen Hundehalter 84 Euro für den ersten und 156 Euro für den zweiten Hund. In Burgwedel, eine der reichsten Kommunen in der Region, wird es sogar noch günstiger. Dort kostet der Ersthund lediglich 45 Euro, der zweite 60 und jeder weitere 84 Euro.

„In Seelze ist die Hundesteuer eine reine Ausschlusssteuer. Die Stadt will hier nicht viele Hunde haben“, sagt Arndt verärgert. Jetzt hat die Stadtverwaltung als eine Sparmaßnahme zur Erlangung der Stabilisierungshilfe vom Land Niedersachsen auch noch eine Erhöhung der Hundesteuer um 20 Prozent vorgeschlagen. Für Arndt bedeutet dies zusätzliche Kosten von knapp 160 Euro im Jahr. Statt 776 müsste sie dann jedes Jahr 931,20 Euro Hundesteuer bezahlen. Deshalb hat die Rechtsanwaltsfachangestellte nun einen Antrag im Rathaus eingereicht, in dem sie fordert, die aktuelle Hundesteuersatzung zu erweitern.

„Ich mache mit meinen Hunden Sport. Um ein Schlittenhundegespann zu fahren, braucht man mindestens vier Hunde. Gerne hätte ich einen weiteren Husky zur Verstärkung, aber das ist finanziell nicht möglich“, bedauert Arndt. Deshalb wünscht sie sich, dass für nordische Hunde, die als Schlittenhunde anerkannt sind und nachweislich an Schlittenhunderennen teilnehmen, zwei Hunde mit den Steuersätzen für den ersten und den zweiten Hund besteuert werden, jeder weitere Hund aber mit nur 50 Prozent des Steuersatzes für den Dritthund. „Ich will nichts geschenkt“, betont Arndt. Aber: „Ich bin zur Ausübung meines Sports auf das Halten mehrerer Hunde angewiesen.“ Deshalb bitte sie um Anerkennung der Besonderheit und Änderung der aktuellen Hundesteuersatzung, sagt die Hundeliebhaberin.

Von Sandra Remmer

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