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Integrationscup ist Boxen gegen Gewalt

Seelze Integrationscup ist Boxen gegen Gewalt

Der elfte Integrationscup des Box-Sport-Klubs (BSK) Hannover-Seelze zieht Vereine aus ganz Deutschland ins Lohnder Bürgerhaus. Nationalitäten treten dabei völlig in den Hintergrund. Denn bei dem Turnier steigen echte Nachwuchstalente und erfahrene Sportler in den Ring und bekommen, was kein Training bieten kann.

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Ali Dakroub (in rot) vom Boxzentrum Münster und Alex Sava-Weis von B.C. Vorwärts liefern sich einen Schlagabtausch.

Quelle: Benjamin Behrens

Lohnde. Aus den Boxen dröhnt Hip Hop, im Ring liefern sich zwei Boxer einen Schlagabtausch, neben dem Ring macht sich ein Jugendlicher mit Schattenboxen warm. Einer der Kontrahenten hat seinen Gegner in die Seile gedrängt und landet ein paar Treffer. Arthur Mattheis nickt anerkennend. Er muss wissen, wenn er Talent vor sich hat. Der Vorsitzende des Box-Sport-Klubs Seelze ist nicht nur Organisator des Integrationscups, sondern selbst ein erfahrener Boxer. Anfang September hat Mattheis im Auftrag des Deutschen Boxsport-Verbands sein Wissen an 25 neue Trainer weitergegeben. 

"Das Turnier bekommt eine besondere Liebe von den Vereinen", sagt Mattheis. Ein ganzer Fuhrpark an auswärtigen Kennzeichen vor dem Lohnder Bürgerhaus gibt ihm recht. Aus Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen hatten sich 186 Teilnehmer angemeldet. Zu viele, als das jeder in den Ring steigen kann, der möchte. 16 Kämpfe am Sonnabend und 26 am Sonntag passen in den eng getakteten Plan. 

 "Der Integrationscup kann beginnen, es werden sehr spannende Kämpfe", begrüßt Mattheis die Zuschauer. Noch ist Platz in der Sporthalle, aber etliche Zuschauer wollen auch schon die Kämpfe des jugendlichen Nachwuchs sehen. "Wir sind immer zum Zuschauen hier, wenn ein Turnier ist", sagt Viktor Galle. Die Finalkämpfe am Sonntag muss der Lohnder leider ausfallen lassen, sagt er. "Macht Spaß, gerade bei den Kleinen." Seine Partnerin Sofia Fisch, musste Galle nicht überreden mitzukommen. "Ich bin begeisterter Boxfan und finde das super, was die für die Kinder machen", sagt Fisch. 

Die gute Jugendarbeit, die Fisch gerade lobte, macht sich offenbar bezahlt, denn Nachwuchstalent Leon Schellenberger schlägt sich hervorragend. Seinen Kontrahenten vom Nordhäuser SV treibt der 13-Jährige nur so vor sich her. Die Schläge prasseln auf Collin Ostmann ein, der Zwölfjährige geht in die Knie. Sieger durch anzählen in der ersten Runde: Leon Schellenberg. Auf seinen 24. Kampf hat sich Leon mit Ausdauertraining vorbereitet und sich auf den Gegner eingestellt. "Ich sollte mir anschauen, wie er kämpft." Als er merkte, dass der Kontrahent unsicher ist und schnell die Deckung zu macht, legt Leon los. "Ich habe mir gedacht, ich schlag ein bisschen mehr." Wenn Leon kämpft, sitzen seine Eltern meist am Ring. "Ich bin stolz auf ihn. Er hat auf jeden Fall Talent, wenn er weiterarbeitet, kann er ein Guter werden", sagt Leons Vater Eugen Schellenberg. "Dann muss ich nicht mehr in seinem Schatten stehen", sagt Leon und lacht.

Solche Turniererfahrung zu sammeln gehört zur Karriere eines Boxers. "Uns fehlt die Ringpraxis, die wollen wir uns hier holen", sagt Steffen Müller, Trainer beim TuS Gerresheim. "Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden", sagt der Düsseldorfer Betreuer über das Abschneiden seiner Schützlinge. Turniererfahrung könne nichts ersetzen, sagt der 39-Jährige. "Sparring ist eine ganz andere Belastung." Da ist der Integrationscup willkommen. "Gerade der BSK Seelze leistet überragende Arbeit."

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Von Benjamin Behrens

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