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Jens Günther ziehtes an den Deister

Seelze Jens Günther ziehtes an den Deister

Nach elf Jahren als Kontaktbeamter in Seelze zieht Jens Günther einen Schlussstrich. Er wird den Seelzern fehlen: Viele bedauern seinen Fortgang, weil er sich so aktiv für die Gemeinde eingesetzt hat. Fortan wird der Polizeioberkommissar seine Arbeit auf der Polizeidienststelle in Springe fortsetzen.

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Im Büro von Jens Günther stapeln sich die Abschiedsgeschenke.

Quelle: Remmer

Seelze. Regelmäßige Fahrradcodieraktionen, Einbruchspräventionsabende, Unterstützung beim Verkehrsgarten für Grundschulkinder, beim Mitternachtssport der Jugendpflege oder als Leiter der Fußball-AG der Geschwister-Scholl-Schule - die Liste mit Jens Günthers Aktivitäten in der Stadt lässt sich beliebig fortsetzen, und es gibt wohl kaum einen Seelzer, der den sympathischen Polizisten nicht kennt. In seinem Büro in der Dienststelle an der Goethestraße stapeln sich Abschiedsgeschenke, Dankeskarten und Bildercollagen. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Im Moment wird das weinende größer“, bekennt Günther, der am Donnerstag kommender Woche seinen letzten Arbeitstag in Seelze hat. „Aber ich freue mich auch auf meine neue Tätigkeit in Springe und habe Elan und Lust drauf, dort noch einmal richtig durchzustarten“, sagt der 44-Jährige mit Wohnsitz in Bad Münder. „Wir verlieren mit Jens Günther eine außergewöhnliche Persönlichkeit mit einer außergewöhnlichen Dienstauffassung“, lobte Dienststellenleiter Thomas Wahrendorff den scheidenden Kollegen. „Er hat das Bild der Polizei in Seelze ins Positive gerückt. Man kann sagen, eine Ära geht zu Ende und mein Dank kommt aus tiefstem Herzen.“ Ihre Zusammenarbeit habe stets hervorragend funktioniert. Das habe auch an den gleichen Schwerpunkten gelegen, die sie bei der Polizeiarbeit haben, zum Beispiel in Bezug auf Prävention. Er habe Günther stets freie Hand und Ideen in die Tat umsetzen lassen. Und das Ergebnis spricht für sich. Gekrönt wurde Günthers Arbeit mit der Verleihung des Integrationspreises des Deutschen Fußballbundes (DFB) und Mercedes Benz in der Kategorie „Schule“, den er gemeinsam mit den Schülern der Geschwister-Scholl-Schule für ihr Engagement in der Fußball-AG verliehen bekam. Auch Seelzes Orsrat würdigte die Arbeit des Kontaktbeamtem, indem er ihn den Obentrautstiefel für besondere Verdienste im Bereich der Jugendarbeit übergab. Doch für Günther sind es auch die kleinen Dinge, die zählen. „Wenn ich zu Fuß durch Seelze gehe und von 20 Menschen freundlich gegrüßt werde, das berührt mich im Herzen“, erzählt der Polizeibeamte, dessen Nachfolger im neuen Jahr vorgestellt werden soll.

Von Sandra Remmer

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