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Eigeninitiative soll erleichtert werden

Seelze Eigeninitiative soll erleichtert werden

Viele Menschen möchten helfen, aber sie wissen nicht wie. Diese Beobachtung machte Jessica Borges bei einer Informationsveranstaltung der Stadt Seelze zur Flüchtlingsbetreuung. Sie entwickelte deshalb die Website fluechtlinge-in-seelze.de, welche jedem die Möglichkeit zur Eigeninitiative bietet.

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Jessica Borges präsentiert Bernd Retzki von der Stadt Seelze die fertige Internetseite.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Schnell, persönlich und unbürokratisch möchte Jessica Borges aus Gümmer den Menschen helfen, die in Seelze ankommen. Die Mediendesignerin konzipierte deshalb eine Spenden-Internetseite, auf der angegeben wird, was für Gegenstände von den vor Ort untergebrachten Flüchtlingen benötigt werden. Die Integrationslotsen der Stadt, Unterstützer in der Flüchtlingsarbeit und städtische Sozialarbeiter geben den genauen Bedarf an, der auf der Website veröffentlicht wird. Seelzer Bürger können somit bedarfsgerecht gut erhaltene Gegenstände spenden. Die Internetseite ist seit dieser Woche online: Für Fußballschuhe, ein Kinderfahrrad und Gartenmöbel sind bereits Spender gefunden worden.

Die privat organisierte Internetseite soll jedoch nicht nur ein Forum für die Weitergabe von Sachspenden sein. Ein zentrales Ziel ist auch die Entstehung von Kontakten zwischen Seelzern und neu angekommenen Flüchtlingen. "Ein Wir-Gefühl zwischen den Menschen soll sich einstellen", sagt Borges. Um den Kontakt und die Integration zu fördern, sollen die Gegenstände direkt von den Spendern an die neuen Mitbürger übergeben werden. Borges hofft, dass sich durch die persönliche Übergabe der Spenden auch längerfristige Kontakte zwischen den Menschen ergeben. Gegenseitige Berührungsängste könnten ihr zufolge durch das Kennenlernen abgebaut werden. Bei der Übergabe werden die Seelzer Bürger von Integrationslotsen begleitet.

Bei der Organisation wurde Borges von der Stadt unterstützt. Mit der Integrationsbeauftragten Maria Baumeister und Martina Krapp, der Leiterin der Abteilung für soziale Betreuung, sprach sie über ihr Projekt, das sie mit einem kleinen Helferteam koordiniert. "Die Website ist ein weiterer toller Baustein im Rahmen der Integrationsarbeit", findet Krapp. Gemeinsam mit Bernd Retzki, dem Abteilungsleiter für Ordnung und Soziales, war sie am Donnerstag bei der Präsentation der neuen Internetseite im Rathaus dabei.

Von Rebecca Hürter

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