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Jobcenter fördert individuell

Arbeitsmarkt Jobcenter fördert individuell

Die Palette des Jobcenters reicht von der eintägigen Weiterbildung über sogenannte Ein-Euro-Jobs bis zur kompletten Berufsausbildung. „Wir machen aber keine Gießkannenförderung, sondern müssen bei jedem individuell schauen“, sagt Björn Sund, Leiter des Jobcenters Seelze.

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Setzen auf individuelle Förderung: Björn Sund (links) und Marcus Wilde vom Jobcenter.
Tschörner

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Das Jobcenter lege deshalb großen Wert auf eine umfangreiche Beratung seiner Kunden, betont Sund, der auch für die Standorte Lehrte, Burgdorf und Burgwedel verantwortlich ist. Gerade die Beratung werde aber oft vergessen, ergänzt Marcus Wilde, Teamleiter für Markt und Integration. „Manchmal kommen Leute und denken, dass Montag eine Umschulung für sie beginnt“, sagt der Arbeitsvermittler. Doch ohne einen gewissen Vorlauf ginge es nicht.

Das Jobcenter müsse berücksichtigen, was jeder Kunde an Förderung benötige, so Sund. Diese werde individuell abgestimmt. So sei für einige vielleicht schon ein sogenannter Ein-Euro-Job das richtige Instrumentarium, um wieder beruflich Fuß zu fassen. Der Job vermittele eine geregelte Tagesstruktur, Sozialkompetenz und vertiefe berufliche Fertigkeiten. „Es gibt aber auch Möglichkeiten zur Kurzzeitförderung, wie etwa ein Praktikum bei einem künftigen Arbeitgeber oder eine Schulung“, sagt Sund.

Die Dauer reiche von einem Tag zum Erwerb eines Gabelstaplerscheins am Wochenende bis hin zu einer längeren Schulung im EDV-Programm SAP, ergänzt Wilde. „Dazwischen gibt es viele Abstufungen.“ Oft ginge es um die Besetzung von Stellen, für die der ins Auge gefasste Kandidat nicht ganz genau passe, sagt Sund. Dann versuche das Jobcenter, den potentiellen Mitarbeiter für die Aufgabe fit zu machen. Dafür würden auch Eingliederungszuschüsse gezahlt, mit denen der Arbeitgeber einen Teil seiner Lohnkosten erstattet bekomme. Im Zweifel ginge es neben Fort- und Weiterbildungen auch um eine Berufsausbildung, oft als Umschulung. Wer keine abgeschlossene Ausbildung habe, sei nur schwer in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Insgesamt seien in Seelze im vergangenen Jahr 65 Weiterbildungsmaßnahmen bewilligt worden - 54 Qualifizierungen und elf Umschulungen. Nicht alle seien einsichtig, sagt Wilde. „Es gibt viele, die sagen, dass sie schnell Geld verdienen wollen und deshalb eine Ausbildung scheuen.“ Dies sei kurzsichtig. Denn auf längere Sicht hätten ausgebildete Arbeitnehmer deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten, betont Sund.

Von Thomas Tschörner

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