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Platzt der Luftballon im Stickstoff?

Seelze Platzt der Luftballon im Stickstoff?

Der Experimente-Bus des JuniorLabs hat am Donnerstag an der Regenbogenschule haltgemacht. Die Wissenschaftler der Leibniz Universität weckten die Neugier der Schüler auf Naturwissenschaften mit spannenden Experimenten.

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Maruoa (10, von links), Jule (9), Aysu (10), Azra (10), Julien (10) und Melvin (11) testen, was mit Licht passiert, wenn es durch Linsen fällt.

Quelle: Fienemann

Seelze. Woraus besteht Luft? Warum brauchen manche Menschen eine Brille? Die Klasse 4a der Regenbogenschule hat sich gestern viele Fragen gestellt und mithilfe von Wissenschaftlern der Leibniz Universität Antworten gefunden. Mit dem Besuch des Experimente-Busses vom JuniorLab wurden die 27 Schüler selbst zu kleinen Naturwissenschaftlern und erforschten die physikalischen Themengebiete Licht und Optik. Ziel des Projektes ist es, Kinder für naturwissenschaftliche Phänomene zu begeistern und, besonders unter Mädchen, potenziellen Nachwuchs früh zu erreichen. Das Projekt wird von uniKIK (Kommunikation, Innovation und Kooperation zwischen Schule und Universität) organisiert.

Der Experimente-Bus fuhr in den vergangenen Jahren schon häufiger in Seelze vor. Die Klassenlehrerin der 4a, Kerstin Diederichs, meldete ihre Lerngruppe beim JuniorLab an. „In dieser Dimension können wir Experimente nicht bieten", sagte sie. Im Sachunterricht hat sie nur die Mittel für kleine Versuche mit Wasser, Luft oder Strom.

Wie groß der Forscherdrang und Wissensdurst der Schüler war, zeigte sich schnell. Nach einem Theorieteil stellten sie selbst Hypothesen auf und erklärten sich die Ergebnisse. Was passiert, wenn man einen Luftballon in minus 200 Grad kalten, flüssigen Stickstoff legt? Die Kinder vermuteten, er würde platzen, explodieren oder einfrieren. Als er sich plötzlich zusammenzieht, staunen sie. Physiker Dr. Alexander Wanner ließ Blumen und Würstchen schockgefrieren und schuf beeindruckende Effekte.

„Der Dampf sah witzig aus, als der Stickstoff ausgekippt wurde", sagte der zehnjährige Jordan. „Ich habe alles verstanden. Herr Wanner hat alles, was passiert ist, gleich richtig erklärt", meinte Chanice. Jordan und sie können sich vorstellen, später einmal Forscher zu werden. Es interessiert sie, Dinge herauszufinden. „Die Schüler haben toll mitgemacht und waren sehr aktiv", lobt Diederichs ihre Klasse.

Schulleiterin Martina Köhler öffnet die Schule an vielen Stellen für externe Kompetenzen, zum Beispiel mit der Polizei, um bei den Schülern eine größere Wirkung zu erzielen. Den vierten Jahrgang sieht sie als geeignetes Zeitfenster, um bei Kindern Interesse an naturwisschaftlichen Fragen zu wecken.

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Der Physiker Dr. Alexander Wanner schüttet flüssigen Stickstoff auf dem Schulhof aus.

Quelle: Fienemann

Von Laura Fienemann

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