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Kapazitäten der Stadt sind bald am Limit

Seelze Kapazitäten der Stadt sind bald am Limit

Der Neubau der Brüder-Grimm-Schule, die Umgestaltung des Schulzentrums zur IGS und die Unterbringung von Flüchtlingen - Seelzes Stadtverwaltung sieht sich am Limit.

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Die Brüder-Grimm-Schule (Bild links) soll neu gebaut werden, das Geschwister-Scholl-Schulzentrum (Bild oben) zur IGS umgewandelt werden: Die Verwaltung sieht sich bald am Limit ihrer Handlungskapazitäten angekommen.
Hürter

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Der Erste Stadtrat Karsten Balzer hat deshalb die Kommunalpolitiker gebeten, „nicht mit einer Überlegung nach der nächsten“ zu kommen. „Wir sind sehr gut beschäftigt“, sagte Balzer am Mittwochabend im Ausschuss für Ordnung und Soziales. Die Verwaltung müsse in Letter eine Schule neu bauen, die erheblich teurer werde, eine Integrierte Gesamtschule (IGS) solle ins Schulzentrum Seelze kommen und Flüchtlinge müssten untergebracht werden. Bei der Suche nach Wohnraum für die in Seelze ankommenden Menschen zeichne sich der Engpass ab. Denn die Stadt habe keine Grundstücke. Es gebe auch keine leer stehenden Gewerbehallen in der Stadt. „Es wird so sein, dass wir im späten Frühjahr oder im Sommer Sporthallen vorübergehend belegen müssen.“ Selbst wenn es Flächen für Unterkünfte in einer Modularbauweise gebe, stünden diese frühestens in einem Jahr zur Verfügung. Flächen für sozialen Wohnungsbau könnten höchstens in einem vierten Bauabschnitt für Seelze-Süd geschaffen werden.Dazu gebe es personelle Probleme: Der Markt für Ingenieure sei praktisch leer gefegt. Wenn es doch welche gebe, gingen sie in die Wirtschaft.

„Wir müssen die nächsten zwölf Monate überstehen“, sagte Balzer. Er habe deshalb die Bitte, dass die Kommunalpolitiker nicht mit einer Überlegung nach der nächsten kommen. Für den Rat sei ein Thema nach dem Beschluss weitgehend erledigt, für die Verwaltung fange dann die Arbeit erst an. „Wir müssen Wohnraum bieten, nicht nur für Flüchtlinge - das ist deutschlandweit verpennt worden.“ Nun dauere es mindestens drei bis vier Jahre, bis Wohnungen zur Verfügung stünden. Die Verfahren für Neubauten seien nicht erleichtert worden, bedauerte Balzer. „Die Gesellschaft macht es sich nicht einfacher.“

Drängendes Problem sei die Unterbringung der angekündigten 1000 Menschen für Seelze, nannte Balzer den Schwerpunkt für 2016. Der Ausschussvorsitzende Alfred Blume (SPD) regte an, dass sich die Fraktionen Gedanken machen. „Wir müssen einen Masterplan entwickeln, damit die Verwaltung in Ruhe arbeiten kann.“

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