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Kaufhaus für Jedermann fürchtet um Existenz

Seelze Kaufhaus für Jedermann fürchtet um Existenz

Das Kaufhaus für Jedermann blickt in eine ungewisse Zukunft: Die Filiale an der Lange-Feld-Straße musste wegen der hohen Kosten schließen. Bis zum Jahresende stellt die Stadt das Möbellager an der Uferstraße mietfrei zur Verfügung. Michael und Petra Brandes kämpfen dafür, das Kaufhaus zu erhalten.

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Michael Brandes möchte das Kaufhaus für Jedermann erhalten. Bis Jahresende ist es an der Uferstraße 18b in Letter geöffnet.

Quelle: Rebecca Hürter

Letter. Schallplatten sind ordentlich in Regale einsortiert, auf Tischen sind Kameras und Kinderspielzeug ausgebreitet und an Stangen hängen gut erhaltene Kleidungsstücke: Auf 600 Quadratmetern wird im Kaufhaus für Jedermann an der Uferstraße 18b seit Mai eine große Auswahl an Möbeln, Elektrogeräten, Hausrat und Textilien angeboten. "Bei den Spenden gibt es keine Probleme", erzählt Michael Brandes. Die Bereitschaft der Menschen, Möbel und andere Gegenstände abzugeben, sei sehr groß: In zwei Garagen lagern die Spenden, die nicht mehr in die Ausstellung passen. Durch die Schließung der Filiale an der Lange-Feld-Straße zum ersten Juli hat der Betrieb jedoch einige Kunden verloren: "Die Laufkundschaft fehlt hier", sagt Brandes. Gerade die älteren Besucher kommen ihm zufolge nicht an der Uferstraße vorbei, weil sie zu weit vom Stadtzentrum entfernt liegt.

Einen Verlust an Kunden kann sich das Kaufhaus für Jedermann nicht leisten, denn der Mietvertrag für die Räumlichkeiten an der Uferstraße läuft am 31. Dezember aus. Damit geht die Möglichkeit einer mietfreien Unterkunft verloren. "Wie es nächstes Jahr weitergeht, steht in den Sternen", sagt Brandes. Mit seiner Frau bemüht er sich auf verschiedenen Wegen darum, die Schließung des Kaufhauses zu verhindern: Sie fragen bei Verbänden nach, um einen Träger zu finden und verbessern ihre Werbung, um mehr Kunden zu erreichen. Am Montag war Michael Brandes zudem beim Jobcenter in Seelze und hat sein Projekt vorgestellt. "Die Ansprechpartner vom Jobcenter waren sehr angetan", erzählt er. Das Kaufhaus für Jedermann soll nach dem Gespräch auf einer Liste mit verschiedenen Sozialkaufhäusern stehen, die Sozialhilfeempfängern empfohlen werden.

"Wir tun alles, was wir tun können, aber ganz alleine schaffen wir das nicht", sagt Brandes. "Wir sind der Stadt sehr dankbar, dass wir die Fläche bis Ende des Jahres mietfrei nutzen können", betont er. Bei der Eröffnung habe er jedoch mit größerer Unterstützung durch die Stadt und einer finanziellen Hilfe gerechnet. Nach Angaben von Norbert Saul aus der Pressestelle der Stadt bemüht sich die Verwaltung schon seit einiger Zeit intensiv um die Suche nach einem Träger für das Kaufhaus. Bisher war die Suche erfolglos. Außerdem sei die Stadt Kunde bei Brandes und kaufe ein, wenn etwas Passendes für die Flüchtlingsunterkünfte gebraucht werde.

Das Kaufhaus für Jedermann hat montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet und ist telefonisch unter (0178) 2406802 oder (0511) 72732996 sowie per Mail an kfj-letter@gmx.de erreichbar.

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Von Rebecca Hürter

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