Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Kein Loskommen von den YoungStars

Seelze Kein Loskommen von den YoungStars

Fenja Mergel ist Klarinettistin bei den YoungStars und im Modern Sound(s) Orchestra (MSO). Ein Porträt.

Voriger Artikel
Ernte gibt keinen Grund zum Jubeln
Nächster Artikel
Grandioser Empfang für General Obentraut

Fenja Mergel mag den Klang der Klarinette auch noch nach vielen Jahren des Musizierens. Hat sie an der Universität viel zu tun, wird jedoch auch mal eine Woche lang nicht geübt.

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. Fragt man Fenja Mergel, welchen Stellenwert die Musik in ihrem Leben hat, kommt die Antwort prompt. „Familie, Freunde, Musik - das sind die drei wichtigsten Dinge in meiner Freizeit“, sagt die 25-Jährige. Mergel ist Klarinettistin bei den YoungStars und im Modern Sound(s) Orchestra (MSO). Beide Ensembles gehören zum Verein Jugendblasorchester Seelze. Die Musik hat sie nach dem Abitur am Georg-Büchner-Gymnasium trotzdem nicht zum Beruf gemacht. „Ich habe damit geliebäugelt, zumal ich auch Klavier spielen kann, eine Voraussetzung für das Studium. Aber die Musik soll mein liebes Hobby bleiben“, sagt die junge Frau. Sie hat sich stattdessen für Medienmanagement entschieden. Sie studiert passenderweise an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Nächstes Frühjahr will sie fertig sein.

Mitunter braucht es Anreize, damit Kinder und Jugendliche zur Musik finden. In der Familie Mergel hat die Großmutter den Anstoß gegeben mit Gesang und Blockflötenunterricht. Offenbar erfolgreich. Auch Mergels Schwester, drei Cousins und die Cousine spielen bei den YoungStars. Nach der Blockflöte spielte die Letteranerin, die heute in der Südstadt von Hannover wohnt, drei Jahre Keyboard. Mit elf Jahren schließlich war Mergel zu Gast bei einem Kinderkonzert des MSO. Das Orchester suchte Nachwuchs. Instrumente wurden beim Konzert vorgestellt, wer wollte, durfte sie ausprobieren. „Ich mochte den Klang der Klarinette.“ Mergel besuchte einen Workshop, nahm Unterricht, fühlte sich bei den YoungStars wohl und kommt von der Gruppe bis heute nicht los. Dabei konnte sie nach eineinhalb Jahren Unterricht an der Klarinette schon so viel, dass sie beim MSO willkommen war.

Inzwischen engagiert sich Mergel auch im Vorstand des Vereins. Sie ist für die Öffentlichkeit zuständig zusammen mit dem Oboisten Andreas Noack. Die Klarinettistin ist ein Fan des Vereinsprojekts „Musik macht stark“. Schüler ab der dritten Klasse werden gefördert. „Der Zuspruch ist gut. Die Kinder blühen auf. Der Applaus für sie wie jüngst beim Konzert ist die schönste Belohnung.“ Die Kinder sollten Spaß haben, ihr Selbstbewusstsein gestärkt werden. „Wichtig ist, dass sie neben dem Instrumentalunterricht auch im Orchester spielen. Für mich war das entscheidend. Ich habe in der Gruppe viele Freunde gefunden.“

Die Lust an der Musik hat Mergel zu zwei Projektorchestern geführt. Zunächst war sie bei der Bläserphilharmonie Niedersachsen dabei, jetzt beim Landesjugendblasorchester. Das Niveau sei hoch, etwas höher sogar noch als im MSO. Mergel kommt im Augenblick ohne Unterricht aus. Es kommt auch schon einmal vor, dass sie eine Woche nicht übt, weil an der Uni so viel los ist. „Ich sehe aber immer zu, dass ich bei Proben und zu Konzerten gut vorbereitet bin. Der Unterricht an sich hört aber nie auf. Es gibt immer noch etwas zu lernen, zum Beispiel wie man den Klang formt, Tonverbindungen schafft.“

Mergels Hingabe zur Musik lässt dennoch Platz im Terminkalender, bei der SG 05 Letter die Übungsleiterin für das Kinder- und Jugendturnen zu sein. Was fehlt, ist aber die Zeit, um nach einem Auslandssemester in Örebro das Schwedisch aufzupolieren oder eine neue Sprache zu lernen.

Von Treeske Hönemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Treeske Hönemann

doc6sl4tkiqsl1lqcnfizj
Anderen Menschen helfen: Eine Lebensaufgabe

Fotostrecke Seelze: Anderen Menschen helfen: Eine Lebensaufgabe