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Kirche beschließt Kürzung der Pastorenstelle

Harenberg/Kirchwehren Kirche beschließt Kürzung der Pastorenstelle

Die Kürzung der Pastorenstelle für Harenberg und Kirchwehren hat der Stadtkirchenverband Hannover mit seiner Finanzplanung 2017 bis 2022 entschieden. Pastor Nikolaus Kondschak behält aber dennoch eine volle Stelle.

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Die Barbarakirche in Harenberg ist von der Stellenkürzung betroffen.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. An Einsparungen habe kein Weg vorbeigeführt, sagte Karl-Ludwig Schmidt, Superintendent für den Aufgabenbereich Nord-West, zu dem der größte Teil von Seelze sowie Garbsen und sechs Gemeinden in Hannover gehören. Denn die Landeskirche teile dem Stadtkirchenverband das Geld für die Pastorenstellen in den 61 Gemeinden zu. Mit dem neuen Budget ließe sich in den nächsten sechs Jahren nicht mehr alles finanzieren, vier volle Stellen müssten abgebaut werden.

Der Stadtkirchenverband habe sich aber bemüht, unnötige Härten zu vermeiden. Deshalb gebe es die Stellenkürzungen in Viertelschritten, sodass insgesamt 16 Pastorenstellen betroffen sind, sagte Schmidt. „Es spielt dabei auch eine große Rolle, wie es in der Region aufgefangen werden kann.“ So betreffe die Kürzung formal zwar Harenberg, die dortige Gemeinde könne aber intern mit Kirchwehren einen Ausgleich schaffen. Damit hat jede der beiden Gemeinden eine 0,375-Pastorenstelle. Der Pastor der beiden Gemeinden, Nikolaus Kondschak, behalte aber trotz der Kürzung seine volle Stelle. Denn es werde Zusatzaufgaben für den Geistlichen geben, der als Springer eingesetzt werden soll. „Sein Aufgabenbereich wird sich etwas verändern, er bleibt aber Ansprechpartner in Harenberg und Kirchwehren“, betont der Superintendent.

Auf den Dörfern sei die Präsenz wichtig. Es ginge aber auch um eine gerechte Verteilung der Ressourcen. Harenberg und Kirchwehren hätten zusammen rund 1800 Gemeindeglieder, die sich etwa gleich auf beide Bereiche verteilten. Damit fielen auch weniger Pflichtaufgaben wie Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen an. Für Gottesdienste sei der Bereich aber nach wie vor gut aufgestellt.

Schmidt zog eine positive Bilanz eines Gesprächs mit Vereinen in Harenberg. Es habe eine offene Diskussion gegeben. Schließlich sei die Anregung aus den Vereinen gekommen, einen derartigen Gedankenaustausch einmal im Jahr zu pflegen. Gerade in dörflichen Strukturen gebe es noch das gemeinsame Engagement für den Ort.

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