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Knutfest ohne Knistern

Dedensen Knutfest ohne Knistern

Zum ersten Mal wurden am vergangenen Sonnabend zum 12. Knutfest die ausrangierten Weihnachtsbäume nicht verbrannt, sondern zu Mulch gehäckselt. Einige Feiernde bedauerten, dass die Tradition nicht fortgeführt wird.

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Feuerwehrmitglied Björn Wendt (links) und Sören Pöpperling schreddern die ersten Tannenbäume. Fienemann (2)

Quelle: Laura Fienemann

Dedensen. Der Grund dafür war die Kritik des ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten der Region für die Stadt Seelze, Willi Raabe. Er rügte, dass vor allem Grünteile verbrannt würden, was umweltschädlich sei. Das Argument, dass es eine Tradition im Dorf geworden sei, ließ er nicht gelten.

Innerhalb von wenigen Tagen änderte die Feuerwehr ihre von der Stadt bereits genehmigten Pläne und organisierte ein kleines Lagerfeuer. Für die Produktion des Mulches hatte die Gärtnerei Pöpperling ihren Schredder kurzfristig zur Verfügung gestellt.

„Die Stimmung ist natürlich schöner, wenn die alten Bäume aufflammen und es knistert. Das Schreddern ist auch eine Lärmbelästigung“, sagte Ortsbrandmeister Rene Corterier, dem es wichtig war, auf Raabe zuzugehen, eine sachliche Diskussion zu führen und einen Kompromiss zu finden. Einige Feiernde, die schon seit Jahren zum Weihnachtsbaumverbrennen gekommen sind, bedauern, dass ihre Tradition nicht anerkannt und fortgeführt wird. Für viele Dedenser war das Fest dennoch gelungen. „Für die Kinder ist das Häckseln sogar interessanter, auch wenn ein Feuer schöner gewesen wäre“, sagte Benjamin Heidler. „Ich finde es gut, dass das Fest abgeändert wurde. Das Schöne ist, einen Anlass im Dorf zu haben, zu dem man zusammenkommen kann“, fand Gerald Böhm.

In der ersten Stunde des Festes schafften die Dedenser etwa 40 Tannenbäume zum Festplatz, die sie zu Fuß, mit dem Rad oder auch dem Auto an einem Seil hinter sich herzogen. Seit die Abfallwirtschaft Aha die Tannenbäume regelmäßig abholt, kann die Feuerwehr einen Rückgang in der Beteiligung am Knutfest erkennen. Auch in diesem Jahr waren es weniger Bäume als in den Vorjahren. Corterier führt das auch auf das ausgefallene Feuer zurück. Das Wetter spielte zumindest gut mit: In der strahlenden Wintersonne standen die Dedenser gern beisammen und tranken heißen Glühwein oder Kakao und aßen Bratwurst.

Zu den Festplänen für die nächsten Jahre konnte Corterier noch keine Angaben machen. Von Laura Fienemann

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