Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Krippe für Gümmer ist im Bau

Betreuungsquote noch nicht in Sicht Krippe für Gümmer ist im Bau

Vom eigentlichen Ziel ist die Stadt Seelze noch ein gutes Stück entfernt: Mit dem Umbau des Kindergartens Gümmer setzt die Verwaltung jedoch einen weiteren Baustein in ihren Bemühungen, das Krippenangebot den Bedürfnissen der Eltern anzupassen.

Voriger Artikel
Polizei fasst mutmaßlichen Messerstecher in der Region Hannover
Nächster Artikel
Stadt lässt Einstiegsschleuse an Bushaltestelle des Gymnasiums errichten

Hans-Joachim Bünning arbeitet in Gümmer an den Sanitäranschlüssen für die neuen Waschräume der Kindertagesstätte.

Quelle: Ralf Heußinger

Seelze. Dort können laut Stadt voraussichtlich ab Anfang Februar 15 unter dreijährige Kinder betreut werden. Die Krippe soll bis 14 Uhr geöffnet sein. Im Gegenzug wurde eine 12-Uhr-Gruppe mit Kindergartenkindern aufgelöst – „wegen rückläufiger Kinderzahlen“, wie Stadtsprecherin Silke Rese-Sussick mitteilt.

Etwa 150.000 Euro kostet die Erweiterung des bestehenden Gebäudes. Bauarbeiter sind in diesen Tagen dabei, die Abwasserrohre für die neuen Sanitärräume zu verlegen. Ein Ruheraum und ein Wickelraum werden gebaut, Toiletten für die Kleinen eingerichtet.

In anderen Stadtteilen stößt die Verwaltung dagegen auf Probleme beim Krippenausbau: Der Neubau des Kindertagesstätte St. Martin in Seelze würde 750 000 Euro teurer als geplant – Ausgang offen. Auch die Krippenplanungen für die Standorte Fröbelstraße und Rosenweg in Letter wurden auf Eis gelegt. In welchen Stadtteilen die Eltern mit weiteren Krippen rechnen können, ist derzeit offen. „Wir stellen alles auf den Prüfstand“, erläutert der Erste Stadtrat Karsten Balzer. In etwa zwei Wochen wolle man dem Rat erste Vorschläge unterbreiten. Möglich seien dabei auch Kooperationen mit anderen Partnern, bei denen die Stadt die benötigten Räume nicht selbst baut, sondern lediglich anmietet. „Es geht mir darum, flexible Lösungen zu finden“, sagt Balzer mit Blick auf möglicherweise wieder sinkende Kinderzahlen.

Ihr Ziel behält die Verwaltung jedoch im Auge: Im Jahr 2013 sollen für 35 Prozent der unter Dreijährigen Betreuungsplätze bereit stehen. „Das kriegen wir hin“, ist Balzer überzeugt.

Wenn die neue Gruppe in Gümmer öffnet, stehen etwa 145 Plätze zur Verfügung. Insgesamt will die Verwaltung ab 2013 etwa 250 Krippenplätze vorhalten. Ob dies ausreicht, um den dann geltenden Rechtsanspruch auf Betreuung zu erfüllen? „Da bin ich eher skeptisch“, sagt Balzer.

Ralf Heußinger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wasn5k71ae1e496y66e
Brüder-Grimm-Schule liegt gut im Zeitplan

Fotostrecke Seelze: Brüder-Grimm-Schule liegt gut im Zeitplan