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Vernissage lockt mehrere hundert Besucher

Seelze Vernissage lockt mehrere hundert Besucher

Die Leute in Kirchwehren sind stolz auf "ihren" Künstler Wolfgang Tiemann. Zu seiner großen Vernissage von "Floating Land III" am Sonnabend, stellten Landwirte gern ihre Höfe als Parkplatz zur Verfügung, denn mit ein paar hundert Gästen kann man bei einem solchen Ereignis erfahrungsgemäß rechnen.

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (von links) im Gespräch mit Künstler Wolfgang Tiemann und PR-Beraterin Heidi Herbig.

Quelle: Patricia Chadde

Kirchwehren. So stand Kai Kromholz von der Freiwilligen Ortsfeuerwehr vor der nicht alltäglichen Aufgabe, für Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil einen Parkplatz zu sichern und zugleich dem Milchtankwagen vom Nachbarhof genügend Wendekreis zu lassen. Für die acht Freiwilligen von der Feuerwehr kein Problem. Und so kam in Tiemanns Atelier Professor Dr. Katja Lembke, Leiterin des Landesmuseums mit Konzertveranstalter-Legende Klaus Ritgen ins Gespräch, während Ex-Minister Lutz Stratmann und Ex-Staatssekretär Eckard von Klaeden sich im Garten zuprosteten. Und Hannovers Kulturdezernent Harald Härke lernte die Berliner Textilwissenschaftlerin Dr. Josephine Barbe kennen. Neben der Wertschätzung für den Gastgeber einte beide die Faszination kubanischer Kultur und Kunst, die sich in ihrer typischen Farbigkeit auch in einigen aktuellen Tiemann-Werken spiegelt.

Nach einem Grußwort Stephan Weils, der von der intellektuell erfrischenden Wirkung der neuen "Floating Lands III" Arbeiten schwärmte, gab Katja Lembke eine Einführung in Arbeitsweise und Verortung des Künstlers. Der stellt sich der Landschaftserfahrung mit allen seinen Sinnen, durchmisst gleichermaßen Wüsten und Strandlandschaften und transkribiert neben optischen Eindrücken auch Emotionen und seine Achtung vor Naturgewalten. Tiemanns zweidimensionale Ergebnisse machen wiederum Eindruck auf die Betrachter, die sich von den unbewussten Prozessen gerne gefangen nehmen lassen. Nach dem Eintauchen in die, teilweise monumentalen, Bilderwelten, ging es im Garten des Künstlers dann ganz kurzweilig zu. Zum Gitarrenspiel von JonBon Deppe trafen sich Niedersachsen Unternehmer –, Medien- und Kulturprominenz ebenso wie Tiemanns Nachbarn oder interessierte Besucher auf einen Schnack, wurden mit Bier und Schnittchen verwöhnt und erlebten einen Künstler, der seinen Ritualen treu blieb und mit Overall in Malocherkluft auftrat. Das Fazit der Vernissage lautete dagegen "all in", denn mit seiner lockeren, zugänglichen Art fühlten sich die Besucher gern gesehen und herzlich willkommen. Ohne Umarmung und ein wertschätzendes Wort verließ keiner die Ausstellung. Tiemann konnte sich abends dagegen über zahlreiche rote Punkte auf seinen Titel- und Preishinweisen freuen. Die kamen von seinen Kunden und Sammlern und bedeuten "verkauft". Vor seinem Abschied hatte Stephan Weil übrigens auch eine ganz profane Frage an Niedersachsens Top-Künstler: "Wie lange arbeiten sie denn so am Tag?", wollte der selbst vielbeschäftigte Ministerpräsident wissen. "Im Atelier komme ich locker auf 14 Stunden", erklärte Tiemann. "Und haben sie manchmal Blockaden?", hakte Weil nach. "Nö", sagte Tiemann: "ich bin mehr der Macher".

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Von PATRICIA CHADDE

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