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Lara Morgner wird an der Orgel geprüft

Seelze Lara Morgner wird an der Orgel geprüft

Lara Morgner aus Garbsen hat in diesem Jahr nicht nur das Abitur gemacht, sondern zusätzlich noch das „kleine Abitur“ an der Orgel. So nennt Kirchenmusikdirektor Lothar Mohn aus Hannover die D-Prüfung an dem Instrument.

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Lara Morgner legt in Seelze ihre Prüfung an der Orgel ab. Christoph Slaby (links) hat sie vorbereitet, Lothar Mohn prüft sie.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. „Für junge Leute ist es eine Reifeprüfung - wenn man nicht spielen kann, kann man die Prüfung nicht machen.“ Als Nächstes folge mit der C-Prüfung das „Abitur“, dann mit dem Studium das Diplom.

Tatsächlich schließt die 18-Jährige ein Musikstudium nicht aus. „Aber vielleicht eher Gesang, und Orgel als Nebenfach.“ 2012 hat sie mit dem Orgelspiel in Garbsens Willehadi-Gemeinde angefangen, nachdem sie bereits lange Klavier gespielt hatte. „Das hat sich so ergeben.“ Schon ihre Großeltern hätten beide Orgel gespielt, ebenso ihr Bruder. Nach dem Brand in Willehadi setzte sie ihre Ausbildung bei Christoph Slaby in St. Martin fort. „Der Wechsel ging gut, beides sind sehr gute Orgeln.“ Schon vor ihrer D-Prüfung war die Organistin öfter gefragt worden, ob sie nicht Gottesdienste begleiten könnte. „Aber die Schule und die Abitur-Vorbereitung waren stressig.“ Morgner hat eines von zehn Orgelstipendien des Sprengels Hannover.

„Die Orgel ist die Königin der Instrumente - man kann keine Orgel zu Hause stehen haben, jedenfalls keine echte“, sagt Slaby, der auch Mitorganisator des Musikfestivals Seelze ist. Wer sich einmal von dem größten Instrument der Welt in den Bann habe ziehen lassen, komme im Leben nicht mehr davon los. Gerade in der Region Hannover gebe es schöne Instrumente, besonders in Seelze. „Seelze ist die Orgelstadt“, sagt Slaby.

Auch für Mohn ist die Orgel das Instrument schlechthin. Einen größeren Tonumfang habe kein anderes. „Es macht Spaß, am Cockpit zu sitzen“, sagt Mohn.

Nach ihrem Abitur hat die junge Organistin zwar mehr Zeit, bricht aber erst mal für ein Jahr als Aupair-Mädchen nach Neuseeland auf. „Vielleicht kann ich dort auch spielen“, sagt sie.

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