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Lathwehren steht vor 700. Geburtstag

Seelze Lathwehren steht vor 700. Geburtstag

Die Lathwehrener haben nächstes Jahr besonderen Grund zum Feiern. Eine auf das Jahr 1315 datierte Urkunde weist die erste namentliche Notierung ihrer Ortschaft aus, damals noch als Latwegerde bezeichnet. Somit besteht Lathwehren seit 700 Jahren.

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Die Galerieholländermühle ersetzte etwa in den Jahren 1851/52 die zuvor abgebrannte Wassermühle des Gutes Dunau, auf deren Fundamenten sie errichtet wurde.

Quelle: Paul Berten

Lathwehren. Ortsbürgermeister Maik Rückwardt und ein Festkomitee basteln deshalb an einem attraktiven Programm, von dem noch nicht viel durchgesickert ist. Nur so viel, dass der Ort dem Anlass entsprechend feiert, nicht nur mit einem simplen Festakt.

Aufmerksamen Passanten auf der Fahrt von Lathwehren Richtung Stemmen über den Stemmer Berg wird die vom letzten Wahlkampf stehen gebliebene Infotafel im Ortsmittelpunkt schon aufgefallen sein. Zunächst stand darauf nur „Wir freuen uns“, dann folgte der Aufdruck „700 Jahre Lathwehren“. Weitere Informationen folgen nach und nach, sagt Rückwardt.

Altbürgermeister Heinrich Bremer und Stadtarchivar Norbert Saul haben schon vor einiger Zeit eine Chronik über die Ortsentwicklung verfasst. Danach wird der Name von Lathwehren auf ein einstiges Sumpfgelände zurückgeführt. Bis zum Mittelalter müssen Lathwehren und Kirchwehren gemeinsam unter der alten Bezeichnung geführt worden sein. Knapp zwei Dutzend Höfe mit rund 200 Bewohnern gab es im hohen Mittelalter.

Relativ früh hatte der Ort eine eigene Schule, die des Öfteren umzog. Die 1965 geschlossene letzte Dorfschule ist heute das Gemeinschaftshaus. Sogar eine kleine, vom Kleinkötner Friedrich Zieseniß 1850 errichtete Ziegelei hat es knapp ein halbes Jahrhundert gegeben. Dort wurden für die damals neu entstandenen Höfe Ziegel gebrannt.

Eng verbunden war der Ort mit dem seit 1558 nachgewiesenen freien Gutsbezirk der Familie von Alten. Erst 1929 wurde das Gut Dunau nach Lathwehren eingemeindet. Im von dem Heraldiker Alfred Brecht 1960 für die Gemeinde geschaffenen Ortswappen ist daher das von Alten’sche Familienwappen dominierend enthalten.

Seit 1974 gehört Lathwehren zu Seelze und hat sich manche Besonderheit trotzdem erhalten können. Bis heute wird der Ortsrat über eine Gemeinschaftsliste gewählt, die keine Parteigrenzen kennt. Die kleine Ortspolitik war immer auch ein besonderes Thema im Traditions-Gesangverein. Ein Pendant zu den Herren schufen die Frauen dann mit dem von Renate Burkat gegründeten Gymnastik-Club, der nicht nur eine reine Sportgemeinschaft darstellt, sondern auch viel zur Geselligkeit und zum Dorfleben beiträgt.

Heute leben in dem südwestlichsten Ortsteil Seelzes rund 550 Menschen. Zahlreiche Vereine und die Kirchengemeinde sorgen für ein reges Gemeinschaftsgefühl im beschaulichen Ort.

Von Wolfgang Rogl

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