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Lebenshilfe stellt Besuchern das Werk 4 vor

Seelze Lebenshilfe stellt Besuchern das Werk 4 vor

Zum ersten Mal hat die Lebenshilfe am Freitag zu einem Tag der offenen Tür Besucher eingeladen. Anlass dafür war die offizielle Eröffnung von Werk 4, das Vorstand Christian Siemers gemeinsam mit mehr als 50 geladenen Gästen zuvor während einer Feierstunde vorgestellt hatte.

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Bei der Führung zeigt Olaf Gauglitz (Zweiter von rechts) den Besuchern den Arbeirtsplatz von Dennis Boinowitz (rechts) und seinen Kollegen.

Quelle: Gerko Naumann

Seelze. Hell, modern und freundlich - so empfängt den Besucher der Eingangsbereich von Werk 4 an der Straße Vor den Specken vis à vis der Bahnlinie. Links lädt ein heller Bistrobereich zum Platz nehmen ein, rechts gibt es im eigenen Werkstattladen.

"Werk 4 soll ein offenes Haus sein. Einladend und freundlich", betonte Gaby Bauch vom Vorstand der Lebenshilfe. "Wir möchten Hemmschwellen abbauen und Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenbringen". Das Bistro, in dem die Besucher Snacks und kleine Gerichte aus der Lebenshilfe Küche essen können und der Werkstattladen sollen dazu beitragen. In Betrieb ist Werk 4 schon seit einigen Wochen, doch der Termin der offiziellen Einweihung war bewusst etwas später gewählt. "Wir wollten erst feiern, wenn die Räume mit Leben gefüllt sind", begründete Christian Siemers das Datum.

Die Gelegenheit nutzten auch viele Seelzer und folgten der Einladung in die Lebenshilfe, um sich ein Bild von der Einrichtung und ihren vielfältigen Angeboten zu machen. Aufgeteilt in kleinen Gruppen führten Mitarbeiter die Besucher über das Gelände und durch das neue Flaggschiff Werk 4, in dem zudem verschiedene Mitmachaktionen angeboten wurden. Ein Film zeigte im Zeitraffer die Entstehung des Gebäudes, ein Modell daneben den Entwurf des Architekten.

Werk 4 ist das größte Bauvorhaben, das jemals auf dem Gelände der Lebenshilfe errichtet wurde. Auf einem Grundstück von 22.000 Quadratmetern bietet der knapp 4000 Quadratmeter große Neubau 180 zusätzliche Arbeitsplätze bei der Lebenshilfe. Darin untergebracht sind neben Werkstattladen und Bistro eine Lehrküche sowie die Faschbereiche Hauswirtschaft, Konfektionierung, berufliche Grundbildung und Handwerk und Garten. Auch die Küche der Lebenshilfe ist dorthin umgezogen. Bis zu 2000 Essen können darin täglich zubereitet und anschließend ausgeliefert werden. Rund 10 Millionen Euro hat der Verein in den Neubau investiert.

1000 neue Bäume gepflanzt

Zu einem schmucken neuen Gebäude gehört auch ein passender Garten. Deshalb haben Gruppenleiter Alexander Gennies und seine Leute etwa 1000 neue Bäume und Sträucher gepflanzt. „Wir haben darauf geachtet, dass alle Pflanzen verwertbar sind“, sagte Gennies bei der Vorstellung des Geländes. Das bedeutet: Alles, was hier wächst und gedeiht liefert Früchte oder andere Zutaten, die dann beispielsweise in der Küche eingesetzt werden. Gennies’ liebstes Beispiel ist der Chinesische Gemüsebaum, dessen Blätter beim Kauen tatsächlich nach Gemüse schmecken. "Sie passen sehr gut zu Wok-Gerichten", sagt der Gruppenleiter. Aus den Beeren eines anderen Baumes werde zudem Limonade hergestellt.

Willkommen im neuen Bistro

Mit einem charmanten Lächeln boten Denise Brandes (links) und ihre Kollegin Lina Peters im ebenfalls neu eröffneten Bistro im Werk 4 Kuchen an. Die Gäste können an modernen Stühlen und Tischen Platz nehmen und sich beim Rundgang eine Pause gönnen. Welche Gerichte dort in Zukunft angeboten, kann und will Thomas Gehler noch nicht verraten. Er ist der Leiter des Berufsbildungsbereiches und leitet das Bistro, in dem 13 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die machen dort keine Berufsausbildung im eigentlichen Sinne, werden aber beruflich weitergebildet. "Bei uns geht es ums Kochen und Backen und um die Wäsche", sagte Gehler. In dem kleinen Café sollen künftig Mitarbeiter und Besucher sitzen.

Im Laden ist alles handgemacht

Gleich rechts vom Eingang zum Werk 4 stießen die Besucher auf den Werksladen. Dort werden genau die Produkte verkauft, die in den Werkstätten hergestellt werden. Im Angebot sind zum Beispiel Schlüsselanhänger, Teelichthalter, Grußkarten und Nistkästen. Kunden haben die Möglichkeit, die hübschen Kleinigkeiten zu erwerben. Damit betritt die Lebenshilfe Neuland. Auch der Verkauf wird von Menschen übernommen, die bei der Lebenshilfe tätig sind. Während Sascha Hönings dafür sorgt, dass alle Regale ordentlich aussehen, wartet Gacjan Leschik an der Kasse auf die Kunden. "Draußen gibt es auch noch Pflanzen, die in unserer Gärtnerei angebaut wurden", sagte Hönings.

Ein Blick in die Werkstätten

Die Mitarbeiter in den Werkstätten sind dafür verantwortlich, dass die Holzregale im Laden gefüllt sind. Hier wird jeder nach seinen Fähigkeiten eingesetzt, betonte Henrieke Schröder. Sie ist Gruppenleiterin in einem Bereich für Menschen mit besonderem Betreungsbedarf und bastelte gerade mit Manuel Sonnabend einen Schlüsselanhänger aus einem Kronkorken, den sie mit ein wenig Farbe in einen Hingucker verwandeln. Dabei achten die Mitarbeiter ganz genau darauf, nur Dinge zu basteln, die sie selbst auch kaufen würden. "Wir wollen nicht, dass unsere Produkte aus Mitleid gekauft werden, sondern weil sie den Menschen gefallen", sagte Schröder.

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Von Sandra Remmer und Gerko Naumann

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