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Seit 40 Jahren üben Kinder im Verkehrsgarten

Letter Seit 40 Jahren üben Kinder im Verkehrsgarten

Für die Idee von Helga Rode waren SPD-Frauen vor 40 Jahren bei ihren Genossen Klinken putzen gegangen. Sie sammelten Geld und andere Spenden für den Start des Verkehrsgartens auf dem Hof der Brüder-Grimm-Schule in Letter.

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Yannis (7) und Amrei (9) fahren um die Wette, während Doris Habekost die Zeit stoppt. 

Quelle: Fienemann

Seelze. Seither lernen Kinder hier die Regeln und Schilder des Straßenverkehrs kennen. Etwa 15 Fahrräder und Kettcars hat die SPD-Frauengruppe Letter angeschafft. Damit können die Kinder auf den aufgemalten Straßen samt Zebrastreifen und Vorfahrtsstraßen das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben. Von April bis Oktober stehen die Sozialdemokratinnen einmal im Monat an der Übungsstrecke, um den Mädchen und Jungen zu helfen. Kontaktbeamter Jens Günter ist regelmäßig dabei, um den Kindern die Straßenschilder zu erklären.

Zur Feier anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Verkehrsgartens baute die Frauengruppe am Mittwochnachmittag einen Geschicklichkeitsparcours, eine Fahrradstrecke mit Slalom und eine Formel-1-Wettrennstrecke auf. Mehr als 30 Kinder tobten über den Hof und aßen selbst gebackenen Kuchen und Muffins. „Ich finde alles gut“, fand der siebenjährige Yannis. Das Kettcarfahren mache aber am meisten Spaß. Die neunjährige Amrei dagegen fand den Parcours mittelschwer.

Seit Anbeginn organisieren die SPD-Frauen Ingeborg Kortekamp, Sibylle Brändler und Erika Bettermann den Verkehrsgarten. Mittlerweile wissen sie, welche Stellen für die Anfänger kniffelig sind: „Es passiert oft, dass Kinder falsch herum in den Kreisel fahren oder die Fahrräder beim Stoppschild nicht zum Stillstand kommen.“ Für die Leiterin des Verkehrsgartens Helga Kreitz ist es das Schönste zu sehen, wie die Kinder Spaß daran haben, sich auszutoben. Sie betont aber: „Man kann nicht früh genug damit anfangen, Kindern Straßenschilder beizubringen. Sie sind die Schwächsten im Verkehrsbetrieb.“

Ob der Verkehrsgarten in den nächsten Jahren weiter bestehen kann, ist jedoch ungewiss: Die Grundschule wird in eine Ganztagsschule umgewandelt, dafür soll das angrenzende Bodelschwingh-Haus abgerissen werden.

Von Laura Fienemann

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