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Auch ohne Gehör läuft's in der Wäscherei rund

Seelze Auch ohne Gehör läuft's in der Wäscherei rund

Die Seelzerin Stefanie Scherch ist gehörlos. In ihrem beruflichen Alltag merkt man das kaum. Sie arbeitet in der Großwäscherei Inn-Tex, die seit Mai 2016 in Letter Berufsbekleidung reinigt. Darin findet die 37-Jährige mit ihrem Spürsinn Stifte, Schrauben und sogar Handys oder Ausweise.

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Stefanie Scherchs Spürsinn für vergessene Dinge wird von Chef Paolo Reupke besonders geschätzt.

Quelle: Patricia Chadde

Letter. Stefanie Scherchs Arbeitsplatz in der Letter Großwäscherei für Arbeitskleidung Inn-Tex ist eine "Schlüsselposition", im wahrsten Sinne des Wortes. Mancher wäre vielleicht neugierig, was andere Menschen so in ihren Kittel- oder Hosentaschen mit sich herumtragen. Scherch weiß es genau. Die 37-Jährige durchforstet aus beruflichen Gründen jedes angelieferte Kleidungsstück nach zurückgelassenen Dingen, von der Schraube bis zum Kugelschreiber - und manchmal eben sogar Schlüssel. Erst nach ihrem Check wird die Wäsche in riesigen Trommeln fachgerecht gesäubert, getrocknet und bei Bedarf auch gebügelt und schließlich zusammengelegt wieder ausgeliefert.

Während die 37-Jährige jedes Kleidungsstück routiniert durchsucht, einem Kollegen zunickt und auch Lieferscheine für eingehende Ware entgegennimmt, fällt eine Eigenschaft kaum ins Gewicht. Scherch ist, wie weitere Mitarbeiter ebenfalls, gehörlos. "Wir freuen uns, diesen Mitarbeitern attraktive Jobperspektiven bieten zu können", erklärt Inn-Tex Geschäftsführer Paolo Reupke.

"Unsere Arbeitsprozesse sind sehr exakt getaktet", berichtet Reupke. Um die angelieferten Wäsche, vom Blaumann oder Schnittschutzhosen bis zu Störlichtbogen-Bekleidung für Elektriker nach der Reinigung wieder termingerecht ausliefern zu können, muss alles wie am Schnürchen laufen. Eine kleine Schraube, versehentlich in der Hosentasche vergessen, könnte diesen Ablauf empfindlich stören, wenn sie beispielsweise in die Mechanik der Waschtrommel gerät. Deshalb spielt der Faktor Mensch eine Hauptrolle, denn die sorgfältige Überprüfung der Taschen kann nur von einem besonders aufmerksamen Mitarbeiter erledigt werden. "Als Spürnase ist Frau Scherch einsame Spitze", lobt Reupke seine Mitarbeiterin.

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Von PATRICIA CHADDE

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