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Hackbarth sieht Umzug des Museums kritisch

Seelze Hackbarth sieht Umzug des Museums kritisch

Den geplanten Umzug des bislang in Letter ansässigen Heimatmuseums in den Alten Krug in Seelzes Zentrum sieht Rolf Hackbarth kritisch. Nach Einschätzung von Letters Ortsbürgermeister hat das Rechnungsprüfungsamt (RPA) bei seiner Berechnung mehrere Möglichkeiten nicht in Betracht gezogen.

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Karikaturist Wolfgang Schulze hat schon mal den Umzug des Heimatmuseums in den Alten Krug in Szene gesetzt.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze/Letter. Hackbarth hat in einer Gegenrechnung Einsparmöglichkeiten von bis zu 1,5 Millionen Euro ausgemacht und fordert nun, dass das RPA seine "Hinweise" in einer neuen Berechnung berücksichtigen soll.
Die Verwaltung und der Museumsverein sehen den Wechsel des Heimatmuseums in das historische Gebäude in Seelze als große Chance: Bei nur geringfügig höheren Kosten vergrößert sich die Fläche für das Heimatmuseum deutlich und es gibt sogar einen Raum für ein Museumscafé. Dazu kommt, dass auch das Stadtarchiv, das sein bisheriges Domizil verlassen muss, im Alten Krug mehr Raum als bisher finden soll. Derzeit fallen nach Einschätzung des RPA in zehn Jahren für Museum und Archiv Mietkosten von fast 228 000 Euro an, künftig sind es rund 238 000 Euro, hat das Rechnungsprüfungsamt zusammengestellt. Damit belaufen sich die Mehrkosten bei einer zehnjährigen Laufzeit auf knapp 10 000 Euro, ist das Fazit des RPA.
Hackbarth kritisiert, dass die bisherigen Lagerflächen des Museums nicht alle im Alten Krug ersetzt werden können, weitere müssten angemietet werden. Der Ortsbürgermeister kommt in seiner Rechnung zudem auf deutlich höhere Kosten von knapp 388 000 Euro in zehn Jahren. Er führt für seine Kalkulation unter anderem fehlende Mietnebenkosten von mindestens 1000 Euro im Monat an. Berücksichtigt werden müsse außerdem, dass mit dem Mietvertrag für die Räume für Museum und Archiv auch eine weitere Verpflichtung zur Anmietung des Veranstaltungszentrums Alter Krug mit einem Volumen von 750 000 Euro in zehn Jahren eingegangen werden. Damit würden sich die Gesamtkosten auf rund 1,1 Millionen Euro erhöhen. Bei einer Verlagerung würden sich deshalb nicht Mehrkosten von knapp 10 000 Euro ergeben, sondern von 300 000 Euro. Dem Ortsbürgermeister fehlt auch die Prüfung darüber, ob nicht bisherige städtische Flächen alternativ genutzt werden könnten. So böte der Dachboden im Alten Rathaus 90 Quadratmeter Lagerfläche für das Museum. Ausstellungs- und Lagerräume seien auch im Alten Schulhaus in Letter vorhanden. Auch eine Verlagerung des Archivs ins Rathaus sei nicht geprüft worden. Sparen könne sich die Stadt beim Erhalt des Alten Rathauses in Letter auch neue Räume für die Volkshochschule, die mit rund 330 000 Euro in zehn Jahren zu Buche schlagen würden.
Insgesamt sieht Hackbarth ein Sparpotenzial von gut 700 000 Euro, mit Aufgabe des Veranstaltungszentrums von 1,5 Millionen Euro.

Von Thomas Tschörner

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