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Hackbarth will elektronische Höhenkontrolle

Seelze Hackbarth will elektronische Höhenkontrolle

Eine elektronische Höhenkontrolle für die Brücken an der Klöcknerstraße könnte nach Einschätzung von Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth dafür sorgen, dass sich Lastwagen nicht mehr an den niedrigen Durchfahrten festfahren. Das Verkehrsministerium hält eine derartige Einrichtung jedoch für ungeeignet.

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Die Brücke ist mit 3,60 Meter für den Lastzug zu niedrig.

Quelle: Thomas Tschörner

Letter. Die Durchfahrten an den drei hintereinander liegenden Eisenbahnbrücken haben in zwei Fällen nur eine Höhe von 3,60 Meter, an der dritten Brücke sind es vier Meter. Zwar sind die Höhen ausgeschildert. Dennoch käme es immer wieder zu festgefahrenen Lastwagen oder wendenden Fahrzeugen, hat Hackbarth festgestellt. Beides sorge für Staus.
Letters Ortsbürgermeister schwebte deshalb eine elektronische Höhenkontrolle vor, wie es sie etwa auch in Celle gibt. Die auf vorhandenen Ampeln aufgebaute Anlage hätte dann beispielsweise über die Klappenburgbrücke kommende Fahrzeuge, die zu hoch sind, erstmals in Höhe des Edeka-Marktes und dann an der Einmündung Im Sand auf die Höhenbegrenzung aufmerksam gemacht und sie dann an der Lange-Feld-Straße nach rechts abbiegen lassen. Die niedrigen Durchfahrten unter den Bahnbrücken würden so gar nicht erst zum Problem werden, sagt Hackbarth.
In einem Brief an die für Seelze zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Thela Wernstedt erteilt Verkehrsminister Olaf Lies dem Vorstoß aus Letter jedoch eine Absage. Eine elektronische Höhenkontrolle sei nicht geeignet, die Lastwagen-Fahrer von der missbräuchlichen Durchfahrt abzuhalten. Zudem gäbe es im unmittelbaren Brückenbereich keine mit Celle vergleichbaren Abbiegemöglichkeiten.
Von dieser Antwort ist Hackbarth enttäuscht. "Ich hatte gehofft, dass jemand vorbei kommt und sich die Situation anschaut." Denn offensichtlich sei die Entscheidung am Schreibtisch getroffen worden. Nach dem Schreiben von Olaf Lies müsse Letter damit leben, wie es jetzt sei. Doch damit könne sich der Stadtteil nicht zufrieden geben. Er habe die Antwort jetzt in die Fraktionen des Ortsrates gegeben. "Wir werden dran bleiben, auch wenn alle Anträge aus Letter in den vergangenen 15 Jahren abgebügelt worden sind", sagt Hackbarth. Aufgeben käme aber nicht in Frage. Er werde noch einmal versuchen, dass sich Vertreter der Behörden die Situation an der Klöcknerstraße anschauen.

Fahrer unterschätzten regelmäßig das Problem: Das Führerhaus hat gerade noch gepasst, doch der Auflieger des Sattelzuges bleibt hängen. Erst am Dienstagnachmittag kam es wieder zu Verkehrsbehinderungen an der Klöcknerstraße, weil ein Fahrer die Höhe seines Sattelzuges falsch eingeschätzt hatte. Letztlich schaffte er es aber, sich irgendwie unter die Brücke hindurch zu manövrieren. Kein Einzelfall, sagt Ortsbürgermeister Rolf Hackbarth.
Immer wieder bleiben Lastwagen an der Brücke hängen, häufig müssen sie mit schwerem Gerät geborgen werden. Weil die Fahrer zumeist schon ahnen, dass es knapp werden könnte, rollen sie meist langsam unter die Brücke. Schäden an Brücke und Lastwagen halten sich meist in Grenzen. Doch selbst wenn die Fahrzeuge rechtzeitig stoppen, müssen sie wenden und sorgen auch damit für Behinderungen. "Davon sind nicht nur Autofahrer, sondern auch der Verkehr der Buslinien betroffen", sagt Hackbarth. 

Von Thomas Tschörner

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