Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Lohnde setzt deutliches Signal gegen Bahnlärm

Ärger um Eisenbahntrasse Lohnde setzt deutliches Signal gegen Bahnlärm

Lohnde habe seine Möglichkeiten genutzt und auf die Belastung durch Bahnlärm hingewiesen, zieht Stefan Gawel Bilanz. Der Lohnder hatte mit Handzetteln darauf hingewiesen, dass Anwohner von Eisenbahnstrecken bis Ende Juni einen Fragebogen mit ihren Eindrücken beim Eisenbahn-Bunddesamt einreichen konnten.

Voriger Artikel
Nabu wirbt um neue Helfer
Nächster Artikel
Humboldtschule ist besonders sportlich

Stefan Gawel hatte mit Handzetteln zur Teilnahme an der Befragung zum Bahnlärm geworben.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Für die Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes haben Anlieger bis einschließlich Dienstag Angaben zur Belastung durch Bahnlärm machen können. Allerdings nur online. Stefan Gawel hatte deshalb nicht nur per Handzettel auf die Möglichkeit einer Stellungnahme hingewiesen, sondern auch für Bürger ohne Internetanschluss den Fragebogen auf Papier erstellt und ausgedruckt.

„Insgesamt habe ich damit 32 persönliche Rückläufe erhalten“, berichtet Gawel. Zehn Bürger hatten den Fragebogen bei ihm in den Briefkasten gesteckt, weitere 22 seien bei Edeka Schnobl in eine Box geworfen worden. „Wie viele Anlieger sich aufgrund meines Handzettels direkt an der Umfrage des Eisenbahn-Bundesamtes beteiligt haben, ist mir nicht bekannt.“ Immerhin gebe es jetzt 161 Einträge für den Bereich Lohnde auf der Homepage der Behörde. Dies bedeute aber nicht, dass sich auch 161 Personen mit ihren Sorgen zu Wort gemeldet hätten, denn einige Einträge seien auch zweimal gezählt worden.

Dennoch: Gawel ist mit der Resonanz zufrieden. „Für einen kleinen Ort wie Lohnde ist das ein deutliches Signal.“ Für andere Kommunen in der Nachbarschaft, die auch an der Bahnstrecke lägen, gebe es deutlich weniger Einträge.

Gawel vermutet, dass es auch für Lohnde durchaus noch mehr hätten sein können. Er vermute, dass einige Anwohner resigniert hätten. Es sei klar, dass an der Bahntrasse nichts geändert werden könne. Es ginge aber darum, auf das Problem hinzuweisen, um vernünftig mit der Bahn als Nachbarn zu leben. Gefordert seien letztlich die Verantwortlichen der Bahn, die beispielsweise die Lärmschutzwand in Lohnde in Höhe des Edeka-Marktes in Richtung Westen verlängern oder auch mit technischen Maßnahmen das Dröhnen der Brücken bei der Überfahrt von Zügen verringern könnten.

Er werde jetzt auch den Ortsrat und die Stadt Seelze anschreiben, kündigt der Lohnder an.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sms57artkw1m1ujcerv
Adventswochenende klingt musikalisch aus

Fotostrecke Seelze: Adventswochenende klingt musikalisch aus