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Lohnder wollen Genehmigungsverfahren stoppen

Seelze Lohnder wollen Genehmigungsverfahren stoppen

Lohndes Bürgerinitiative (BI) und Parteien sehen den Ratsbeschluss über die Ansiedlung des Mineralstoffhandels als unter falschen Voraussetzungen gefasst an. Mittlerweile sei von einer Anlage zur Behandlung von Abfällen die Rede. Deshalb sollte das Genehmigungsverfahren ruhen.

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Zwischen Mittellandkanal und Bahnlinie soll westlich der Hafenstraße der umstrittene Mineralstoffhandel entstehen.

Quelle: Rebecca Hürter

Lohnde. In einem gemeinsamen Antrag fordern die Fraktionen des Ortsrates, die Lohnder Parteiverbände und die BI, eine Überprüfung des Ratsbeschlusses vom 31. Juli 2014. Die Lohnder fragen, ob die Entscheidung nicht unter falschen Voraussetzungen getroffen wurde. Damals sei von einem Mineralstoffhandel die Rede gewesen, inzwischen habe das für das Genehmigungsverfahren zuständige Gewerbeaufsichtsamt Hannover das Vorhaben in eine Anlage zur Behandlung von Abfällen umbenannt. Bis zur endgültigen Klärung soll das Gewerbeaufsichtsamt Hannover aufgefordert werden, das Genehmigungsverfahren ruhen zu lassen, fordern die Lohnder in ihrem Antrag, über den die politischen Gremien noch beraten müssen.

Zwischen Bahnlinie und Mittellandkanal will die Hafen Seelze GmbH westlich der Hafenstraße in Lohnde den sogenannten Mineralstoffhandel ansiedeln. Vorgesehen ist unter anderem eine Anlegestelle für ein Binnenschiff sowie eine Recyclinganlage für Baustoffe. Das Genehmigungsverfahren hat sich immer wieder verzögert, weil das Unternehmen nicht alle Unterlagen vorgelegt hat.

Die Lohnder verweisen darauf, dass 2014 in der Beschreibung des Vorhabens von einer Lagerung und Aufbereitung von mineralischen Baustoffen und Abfällen die Rede war. Außerdem sei es um die Herstellung von Baustoffprodukten und Baustoffmischungen gegangen. Zu den Zielen des Betriebes gehörte danach auch die Baustofflagerung zum Verkauf sowie die Konfektionierung und Verpackung von Baustoffen in sogenannten Big Bags oder Säcken. "Nach derzeitigem Stand tritt die Aufbereitung von Baustoffen und die Herstellung von Baustoffprodukten sehr stark in den Hintergrund und somit die Verarbeitung und Lagerung von Abfällen in den Vordergrund", erklären die Lohnder in ihrer Begründung. Dazu gehörten beispielsweise auch Plastikabfälle. Deshalb habe sich das Gewerbeaufsichtsamt veranlasst gesehen, die Bezeichnung des Vorhabens von Mineralstoffindustrie in Anlage zur Behandlung von Abfällen umzubenennen.

Die Lohnder vermuten, dass der Rat von anderen Voraussetzungen ausgegangen sei und nicht eine Anlage zur Behandlung von Abfällen, sondern einen Mineralstoffhandel ansiedeln wollte. Die Antragsteller rügen auch, dass der Betrieb Fristen für Nachforderungen zum Genehmigungsantrag mehrfach nicht eingehalten hat. Damit sei auch die ursprünglich festgesetzte Realisierungsfrist des Vorhabens zum 19. August 2016 hinfällig.

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Bislang sind auf dem Gelände lediglich erste Vorarbeiten erledigt worden.

Quelle: Rebecca Hürter

Von Thomas Tschörner

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