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Matthiesen: Apotheken gehören zur Infrastruktur

Seelze Matthiesen: Apotheken gehören zur Infrastruktur

Mit seinem Urteil vom 19.Oktober 2016 hat der Europäische Gerichtshof einen erheblichen Nachteil für deutsche Apotheken geschaffen. Apotheken aus dem Ausland dürfen sogenannte Boni auch auf verschreibungspflichtige Medikamente gewähren.

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Max Matthiesen im Gespräch mit Thomas Meyer.

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. In einem Gespräch mit dem Apotheker Thomas Meyer hat der Landtagsabgeordnete Max Matthiesen (CDU) sich am Dienstag über die Auswirkungen des Urteils auf die Seelzer Apotheken informiert.

"Jeder Patient, der zum Beispiel bei Doc Morris in den Niederlanden ein verschreibungspflichtiges Medikament bestellt, bekommt einen sogenannten Boni" erklärte Thomas Meyer. Die Höhe dieses Boni richte sich nach dem Preis des Medikaments, werde in der Regel mit der nächsten Bestellung verrechnet und auch dann bezahlt, wenn der Patient von der Zuzahlungspflicht befreit ist.

Max Matthiesen befürchtet deswegen, dass immer mehr Apotheken, insbesondere im ländlichen Raum, schließen werden. Seine Partei werde sich weiterhin für ein Verbot für den Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten einsetzen. "Apotheken im Ort müssen erhalten bleiben, sie gehören genauso wie Arztpraxen dazu", unterstrich Matthiesen. Nicht nur für ältere Menschen und junge Familien mit Kindern seien sie ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur. Seiner Ansicht nach ersetze ein anonymes Bestellen im Internet auch keinesfalls das persönliche Gespräch und die Beratung durch den Apotheker oder PTA (Pharmazeutisch-technischer-Assistent).

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