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Klavierkonzert wird in Seelze uraufgeführt

Seelze Klavierkonzert wird in Seelze uraufgeführt

Die Michaeliskirche in Hildesheim hat den Pianisten Moto Harada dazu inspiriert, das Klavierkonzert "St. Michaelis" zu komponieren. Zwei Tage vor der Aufführung in der Domstadt wird das Werk jedoch in Seelze welturaufgeführt. Grund ist Haradas enge Verbundenheit zum Musikfestival Seelze (MuSe).

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Moto Harada spielt am Freitag in St. Martin sein Klavierkonzert "St. Michaelis", eine Welturaufführung.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Ein Besuch von Haradas Familienangehörigen in Hildesheim förderte eine Lücke ans Tageslicht: Es gab kein Prospekt für die Michaeliskirche auf japanisch. "Da hat mich der Pastor gefragt, ob ich die Broschüre nicht ins Japanische übersetzen kann", sagt Harada, der an der Uni Hildesheim arbeitet. Die Aussage in dem Faltblatt, dass die besondere Atmosphäre und Stimmung am besten bei einem Besuch selbst erspürt werden sollte, brachte Harada auf die Idee zu seiner Komposition. "Ich habe auch gelernt, dass die Kirche mehrmals ausgebaut wurde."
Diese unterschiedlichen Elemente habe er auch in seinem Klavierkonzert umzusetzen versucht. Im ersten Satz ginge es um alltägliche Gefühle, sowohl positive wie negative. Der zweite Satz sei der Kern des Konzerts: In einer Art Gottesdienst würden Elemente aus diversen Epochen als Musik aufgenommen. Begonnen würde mit einer gregorianischen Melodie, dann folgten Elemente des Barock, der Romantik und der Moderne. Dabei würde das bekannte Kirchenlied "Lobe den Herren" in verschiedenen Variationen weitergeführt. Der dritte Satz thematisiere ein rustikales Fest, das festlich in a-Moll beginne und heiter und energisch in C-Dur ende. "Wenn ich die Musik höre, werde ich ein Stück glücklicher", sagt der Komponist. Er hoffe, dass dies auch beim Publikum so sein wird.
"Für uns ist es wichtig, dass die Welturaufführung bei uns in St. Martin ist", sagt Organist Christoph Slaby, der auch Mitorganisator der MuSe ist. Denn Harada sei von Anfang an bei dem Musikfestival dabei gewesen, das für ihn auch eine Art Sprungbrett dargestellt habe. In den 17 Jahren der MuSe habe sich der Japaner ein Stammpublikum aufgebaut, seine Konzerte seien stets gut besucht. "Wir hoffen, dass sich auch diesmal die Fans einfinden werden", sagte Slaby. Das Publikum könne Harada einmal von einer ganz anderen Seite erleben: Als Komponist eines großen Werkes für Klavier und Orchester. Neben "St. Michaelis" wird auch Franz Schuberts 5. Sinfonie zu hören sein.
Den Klavierpart übernimmt Harada selbst, unterstützt wird er von dem Orchester Collegium musicum aus Hildesheim. In Seelze beginnt das Konzert am Freitag, 4. November, um 19.30 Uhr als Abschluss der MuSe in St. Martin. Karten gibt es für 15 Euro bei Petri & Waller sowie an der Abendkasse. Eine weitere Aufführung des Klavierkonzerts und Schuberts 5. Sinfonie folgt am Sonntag, 6. November, um 17 Uhr in der Michaeliskirche in Hildesheim.

Von Thomas Tschörner

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