Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Nabu wirbt um neue Helfer

Seelze Nabu wirbt um neue Helfer

Die Naturschützer suchen bundesweit Verstärkung. Auch die Ortsgruppe in Seelze will ihren Mitgliederstand von rund 300 auf 400 erhöhen. Sie hat sich der bundesweiten Werbekampagne angeschlossen.

Voriger Artikel
Streifen für Radfahrer ist noch nicht markiert
Nächster Artikel
Lohnde setzt deutliches Signal gegen Bahnlärm

Friedhelm Ilse (links) und Paul Exner (rechts) von den Seeler Naturschützern unterstützen die Studenten bei ihrer Werbekampagne im Stadtgebiet. Der Nabu wünscht sich viele neue Mitglieder.

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. Studenten im blauen Nabu-Polohemd mit blauer Arbeitsmappe in der Hand klingeln dieser Tage an den Haustüren. Sie wollen im Gespräch Bürger für Umwelt- und Naturschutz motivieren. Die junge Leute können sich ausweisen. Die Beitrittserklärung für den Nabu haben sie selbstverständlich dabei. Geld annehmen dürfen die Studenten allerdings nicht.

Sie sind zu sechst: Sina Strecker, Franziska Pieper, Janek Giessler, Tobias Meckel, Lionel Tshimenga und Florian Rayhrer kommen aus Hessen, Bayern, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen. Die Studenten ziehen aber einzeln los und erklären den Bürgern, was die Nabu-Ortsgruppe so macht.

„Ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Da muss man doch handeln“, begründet Sina Strecker ihr Engagement. Es sei besser, mit den Leuten zu reden, als Werbepost zu versenden, die dann doch im Papierkorb lande.

Die zehn aktiven Seelzer Naturschützer kümmern sich um die Streuobwiesen im Stadtgebiet. Auf der noch nicht mal ein Jahr alten Wiese in Dedensen haben sie ein großes Insektenhotel aufgestellt. Ein Apfelfest ist dort geplant, wenn die Bäume gute Erträge haben. Zwei Insektenhotels gibt es auch für Bienen. Für Fledermäuse gibt es eine Unterkunft am alten Seelzer Bahnhof. Die Mitglieder kümmern sich um die Störche in Lohnde, die auch in diesem Jahr wieder Junge aufgezogen haben. Seit drei Jahren gibt es die Nester. „Und jedes Jahr sind sie besetzt“, freut sich Friedhelm Ilse, Vorsitzender der Seelzer Naturschützer.

Nisthilfen im Stadtgebiet gibt es auch für rund 250 Singvögel. Die Objekte bereiten den Naturschützern richtig viel Arbeit. Sie müssen jedes Jahr sauber gemacht werden. Einsatz erfordert auch die sogenannte Schäferkuhle zwischen Lohnde und Gümmer. Vor Jahren angelegt ist sie inzwischen ein Biotop mit zwei Tümpeln. Es darf nicht zuwachsen. Also muss es jährlich entkusselt werden.

Mehr Aktive wären also höchst willkommen. Die große Werbeaktion kommt Ilse daher gerade recht. Sie soll seiner Ortsgruppe Rückenwind verschaffen. Schließlich sollen die Artenschutzprojekte weiter ausgebaut werden. Als Beispiel nennt Ilse den Schutz bedrohter Eulenarten wie zum Beispiel der Schleiereule. „Vor vielen Jahren hat es kaum noch Exemplare gegeben. Langsam erholt sich die Population vor allem im Calenberger Land dank großer Nistkästen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Treeske Hönemann

doc6soti47y5iw2sdm9hn8
Schon wieder: LKW bleibt an Brücke hängen

Fotostrecke Seelze: Schon wieder: LKW bleibt an Brücke hängen