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Gerald Petzolds Pfarrstelle ist gekürzt

Seelze Gerald Petzolds Pfarrstelle ist gekürzt

Wie in vielen Gemeinden, in denen die Gemeindegliederzahlen rückläufig sind, sinkt auch in Dedensen und Gümmer der Anspruch auf die pfarramtliche Versorgung. Die Stelle von Pastor Gerald Petzold ist um 25 Prozent gekürzt worden. Der Geistliche arbeitet zusätzlich in der Altenpflegeheimseelsorge.

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Pastor Gerald Petzold ist jetzt auch in der Altenheimseelsorge aktiv.

Quelle: Laura Fienemann

Dedensen. Nach den Beschlüssen des Kirchenparlaments, des Kirchenkreistages, steht den beiden Gemeinden ab 2017 nur noch 75 Prozent einer vollen Pfarrstelle zu. Der Stellen- und Finanzplan gilt für sechs Jahre und richtet sich allein nach der Gemeindegliederzahl – egal wie die Pfarrstelle ausgestaltet ist. Dass Pastor Petzold mit seinen Gemeinden unter anderem je zwei Kirchenvorstände und Friedhöfe betreut, ist kein Kriterium. „Es ist beschlossen und ein demokratischer Prozess“, akzeptiert Petzold die Entscheidung jedoch.
Die ausfallenden 25 Prozent seiner bisherigen Stelle tritt er in der Seelsorge eines Alten- und Pflegeheims, dem Katharina-von-Bora-Haus des Stephansstifts in Hannover, an. Auf Wunsch des diakonischen Werks sollte die Arbeit des Theologen dort bereits im August beginnen.
Die Kirchenvorstände Dedensen und Gümmer stimmten der Reduzierung zu.
Von seinem ersten Arbeitstag in der Seelsorge und dem herzlichen Willkommen zeigt Petzold sich beeindruckt. Die neue Stelle motiviert ihn. In der Altenpflegeheimseelsorge zu arbeiten, ist für den Theologen vor allem wichtig, weil zwar der Tod kein tabuisiertes Thema mehr ist, aber das langsame Sterben und die Pflegebedürftigkeit dabei. „Ich hoffe, die Arbeit kann mich für die Menschen sensibler machen, die mich hier in der Gemeinde aufsuchen“, sagt er.
Wegen einer längeren Krankschreibung Petzolds verzögern sich die Entscheidungen darüber, welche Veränderungen sich in Dedensen und Gümmer ergeben. Mithilfe der landeskirchlichen Gemeindeberatung soll in den kommenden Monaten im Dialog eine befriedigende Lösung für alle gefunden werden. „Es ist ein schwieriges Thema, das mit Schmerz verbunden ist, wenn man sich von etwas trennen soll“, gibt Petzold zu. Es werden Prioritätsfragen gestellt werden müssen.
Fest steht bereits, dass Petzold stets am Donnerstag in der Seelsorge arbeitet und nicht in seinen Gemeinden anzutreffen ist.

Neue Sprech- und Öffnungszeiten im Dedenser Gemeindehaus: Schon jetzt sind durch die Pfarrstellenkürzungen Änderungen im Dienstbetrieb spürbar. Neu bietet Petzold eine Sprechstunde am Dienstag von 17 bis 18 Uhr an. Freitags ist er von 9 bis 10 Uhr zu sprechen. Ab September verschiebt sich die Öffnungszeit des Pfarrbüros auf freitags von 9 bis 11 Uhr. Jederzeit kann ein Termin unter (05031) 70 01 53 1 vereinbart werden.

Von Laura Fienemann

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