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Motorradfahrer rast durch das Stadtgebiet

Seelze Motorradfahrer rast durch das Stadtgebiet

Wegen überhöhter Geschwindigkeit ist ein Motorradfahrer in Lohnde einer Streife aufgefallen. Einer Kontrolle versuchte er sich durch Flucht zu entziehen, bei der er teilweise weit über 180 Stundenkilometer fuhr. Die Polizei konnte den Mann schließlich festnehmen, der zuletzt zu Fuß entkommen wollte.

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Haltesignale ignorierte der Motorradfahrer.

Quelle: Symbolbild

Lohnde. Der 37-jährige Garbsener war am Freitag gegen 0 Uhr auf seiner Harley Davidson mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Calenberger Straße in Richtung Seelze unterwegs, berichtet Seelzes Polizeisprecher Günter Megnisch. Dabei fiel der Motorradfahrer einer Streife auf. Die Beamten fuhren hinterher und gaben Anhaltesignale. Statt anzuhalten, gab der Zweiradfahrer Gas und entzog sich der Kontrolle. Seine Geschwindigkeit gibt die Polizei mit etwa 130 Stundenkilometer an. Der Fahrer fuhr weiter über die Lange-Feld-Straße und Klöcknerstraße in Letter auf die B 441 in Richtung Wunstorf. Kurzfristig konnte sich der verfolgende Streifenwagen so weit nähern, dass die Beamten das Kennzeichen des Motorrads ablesen. Die Polizisten stellten fest, dass es sich um eine Harley Davidson eines 37-jährigen Garbseners handelt. Wie sich später herausstellte, war der Halter auch der Fahrer.

Auf der Bundesstraße fuhr der Garbsener schneller als 170 Stundenkilometer, bog dann nach links in Richtung Harenberg ab und fuhr von dort weiter über Döteberg in Richtung Großmunzel. Dabei erreichte der Garbsener ein Tempo vom mehr als 180 Stundenkilometern. Die Verfolgung, für die weitere Streifenwagen als Unterstützung sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz sind, ging weiter über Großmunzel auf die L 392 Richtung Wunstorf und rechts nach Holtensen. Hinter dem Ortsausgang beschleunigt der Motorradfahrer wieder auf Höchstgeschwindigkeit. Als ihm ein Streifenwagen entgegen kommt, bremst er nicht ab und fährt auf das Fahrzeug zu. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, zieht der Fahrer den Streifenwagen nach rechts. 

Da der Sichtkontakt des verfolgenden Streifenwagens abgerissen war, übernimmt der Hubschrauber allein die Verfolgung. Durch Dedensen geht es wieder auf die B 441 und zurück nach Lohnde. Dort melden die Piloten, dass der Mann sein Motorrad an der Straße Am Kiebitzberg abgestellt hatte und seine Flucht zu Fuß fortsetzte. Zunächst blieb die Suche nach dem 37-Jährigen erfolglos. Nach Auswertung der Aufzeichnungen des Hubschraubers konnte der Fahrer hinter einer Garage auf dem Boden liegend ausfindig gemacht und vorläufig festgenommen werden.

Der Motorradfahrer stand nach Einschätzung der Polizei unter Alkoholeinfluss. Einen Test verweigerte der Garbsener. Deshalb wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Gegen ihn wird jetzt wegen Trunkenheit im Verkehr, Straßenverkehrsgefährdung und Nötigung ermittelt. Der 37-Jährige, der sich zu den Vorwürfen nicht äußerte, wurde anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt.

Von Thomas Tschörner

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