Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Nach versuchter Vergewaltigung: Klärwerk richtet Fahrdienst ein

Gümmer Nach versuchter Vergewaltigung: Klärwerk richtet Fahrdienst ein

Nach der versuchten Vergewaltigung einer Mitarbeiterin hat die Stadtentwässerung Hannover sofort reagiert und einen Fahrdienst vom Klärwerk Gümmerwald zum Bahnhof Dedensen eingerichtet. Die Polizei rät Opfern von Angriffen, durch lautes Schreien auf sich aufmerksam zu machen.

Voriger Artikel
Über den Geldregen freuen sich sieben Seelzer Vereine
Nächster Artikel
Stadt muss mit Einschränkungen rechnen

Der Weg entlang der B 441 in Richtung Gümmerwald ist einsam.

Quelle: Thomas Tschörner

Gümmer. Der Weg vom Bahnhof Dedensen zum Klärwerk Gümmerwald entlang der Bundesstraße 441 ist am frühen Morgen einsam. Zwar fahren etliche Autos vorbei, doch nur zwei Radfahrer überholen mich. Das sogenannte Lovemobil steht nach wie vor auf dem Parkplatz, zwei weitere Autos parken etwas weiter entfernt. Zu sehen ist niemand. Wenn es Schwierigkeiten gibt, ist Hilfe deshalb erst einmal nicht zu erwarten. Ob die Autofahrer, die wahrscheinlich schon auf die nächste Grünphase der Ampel an der Autobahn fixiert sind, auf einen einzelnen Fußgänger achten, ist fraglich. Erst auf dem Rückweg zum Bahnhof begegne ich einem anderen Fußgänger.

Dienstagfrüh hatte ein Unbekannter in der Nähe des Klärwerks versucht, eine 17-Jährige zu vergewaltigen. Die Jugendliche war vom Bahnhof Dedensen zu Fuß in Richtung der Kläranlage gegangen. In der Nähe des Lovemobils griff sie der Mann an. Als die junge Frau sich wehrte, flüchtete der Täter.

„Die Überfallene arbeitet bei uns im Klärwerk“, sagte Helmut Lemke, der bei der Stadtentwässerung Hannover für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Das Klärwerk habe wegen des Vorfalls einen Fahrservice eingerichtet. „Wir haben uns sehr schnell dazu entschlossen.“ Der Täter, der trotz einer Fahndung entkommen konnte, wird noch gesucht. Bekannt ist lediglich, dass der Mann akzentfrei deutsch spricht, etwa 1,85 Meter groß ist und eine blaue Kapuzenjacke trug. „Wer Opfer eines Überfalls wird, sollte auf jeden Fall Öffentlichkeit herstellen“, sagt Seelzes Polizeisprecher Ralf Hantke. So könne durch lautes Schreien auf sich aufmerksam gemacht werden. Oft helfe es, Unbeteiligte gezielt anzusprechen, die sonst vielleicht nicht helfen würden. Sinnvoll sei es auch, gefährliche Situationen zu vermeiden. Hantke räumt ein, dass dies nicht immer möglich sei. „Wenn der Weg zur Arbeit nun mal so ist, dann ist er so.“ Eine Möglichkeit sei, mit anderen zu gehen, um nicht allein unterwegs sein zu müssen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6soti47y5iw2sdm9hn8
Schon wieder: LKW bleibt an Brücke hängen

Fotostrecke Seelze: Schon wieder: LKW bleibt an Brücke hängen